Covid-Prognose: Corona-Zahlen werden in Österreich weiter steigen

Laut Covid-Prognose-Konsortium werden die Corona-Zahlen in Österreich weiter steigen.
Laut Covid-Prognose-Konsortium werden die Corona-Zahlen in Österreich weiter steigen. ©APA
Das Covid-Prognose-Konsortium geht nach dem Rekordwert an Corona-Neuinfektionen am Mittwoch davon aus, dass das Infektionsgeschehen in Österreich weiter ansteigen wird. Grund dafür: Die österreichweiten Öffnungsschritte mit 5. März.
Mehr als 47.000 Neuinfektionen am Mittwoch

Aus Sicht des Covid-Prognose-Konsortiums sind im Kampf gegen das Coronavirus die österreichweiten Öffnungsschritte zu früh gekommen. Nachdem am Mittwoch der Rekordwert an Corona-Neuinfektionen in der Pandemie verzeichnet wurde, gehen die Experten von einem weiteren Anstieg des Infektionsgeschehens aus, "welcher von den Öffnungsschritten vom 5. März und 19. Februar als auch der zunehmenden Dominanz des Omikron-Subtyps BA.2 getrieben wird", wie es in der aktuellen Prognose heißt.

Corona-Prognose: Neuinfektionen werden in Österreich weiter steigen

In dieser wird eine "Beschleunigung des in der letzten Woche beobachteten Fallanstiegs" angenommen, der kausal in Verbindung zu der am vergangenen Wochenende erfolgten weitgehenden Aufhebung aller Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gesetzt wird. Als Folge davon sei ein "Überschreiten des bisherigen Höchststands der Sieben-Tage-Inzidenz von 2.630 am 1. Februar 2022 wahrscheinlich", vermutet das Gremium.

Sieben-Tages-Inzident könnte kommende Woche bei 3.000 liegen

Konkret könnte es demnach am kommenden Mittwoch (16. März) in Österreich eine Sieben-Tage-Inzidenz um oder gar über 3.000 geben. Das errechnete Konfidenzintervall liegt zwischen 2.398 und 3.948, der Punktschätzer bei 2.992 Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: aktuell beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich 2.559,4.

Anstieg bei Corona-Neuinfektionen wird sich auf Spitäler auswirken

Diese Entwicklung wird - behalten die Experten recht - spürbare Auswirkungen auf die Krankenhäuser haben, wo aktuell 2.582 Covid-Patientinnen und -Patienten auf Normalstationen und 182 im intensivmedizinischen Bereich (ICU) behandelt werden müssen. Am kommenden Mittwoch könnte im Normalpflegebereich die Anzahl der stationär aufgenommenen Covid-Kranken auf über 3.000, in zwei Wochen im schlimmsten Fall sogar auf nahe an 4.000 steigen. Das Konfidenzintervall für den 16. März liegt zwischen 2.562 und 3.218, für den 23. März zwischen 2.591 und 3.896. Als jeweiliger Punktschätzer werden 2.877 bzw. 3.177 Pflegebedürftige auf Normalstationen angenommen.

Zahlen auf den Intensivstationen dürften stabil bleiben

Vergleichsweise stabil dürfte dagegen die Lage im ICU-Bereich bleiben. Zwischen 177 und 236 Schwerkranke werden für kommenden Mittwoch den Covid-Intensivstationen vorhergesagt, zwischen 176 und 280 für den darauf folgenden Mittwoch. Der jeweilige Punktschätzer liegt bei 204 bzw. 222. Das wäre eine moderate Zunahme am schwerkranken Patientinnen und Patienten im Vergleich zum Ist-Zustand und weit von einer Entlastung entfernt, die das Personal auf den ICU-Stationen herbeisehnt.

(APA/Red)

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