Cousin im Streit erstochen: Mordprozess in Wien erneut vertagt

In diesem Haus geschah die Bluttat.
In diesem Haus geschah die Bluttat. ©APA
Der Mordprozess im Wiener Landesgericht, der am Mittwoch fortgesetzt wurde und bei dem es um einen tödlichen Streit unter Cousins geht, ist nach wenigen Minuten erneut vertagt worden. Kein einziger der schon zum zweiten Mal geladenen Zeugen war erschienen.
Mann tötete Cousin mit Messer

Die Vorsitzende des Schwursenats, Beate Matschnig, vertagte auf den 21. Februar 2017 und will dann die Zeugen polizeilich vorführen lassen.Angeklagt ist ein 20-Jähriger, der seinem um drei Jahre älteren Cousin in einer Wohnung in Wien-Brigittenau ein Messer in die Brust gerammt haben soll und dabei das Herz tödlich verletzt haben soll.

Das Opfer dürfte sich in eine handgreifliche Auseinandersetzung des 20-Jährigen mit dessen damaliger Lebensgefährtin eingemischt haben. Der Angeklagte soll ihr eine Ohrfeige verpasst haben, daraufhin schritt der 23-Jährige ein.

Cousin mit Messer tödlich verletzt

Der 20-Jährige griff zu einem Küchenmesser und stach zu. Bei der ersten Verhandlung Anfang November verantwortete sich der Beschuldigte damit, dass er seinen Cousin nicht töten wollte, sondern nur erschrecken. Dieser sei ihm aber ins Messer gelaufen. Schon damals erschien die nunmehrige Ex-Lebensgefährtin des Angeklagten nicht. Sie blieb auch heute dem Prozess fern, dabei würde von ihrer Aussage einiges abhängen.

Auch die Verwandten des Beschuldigten, die sich während der Tat ebenfalls in der Wohnung aufgehalten hatten, kamen nicht ins Gericht. Deshalb vertagte Matschnig.

Neuer Termin ist der 21. Februar 2017 um 9.00 Uhr im Wiener Landesgericht, Saal 303.

(APA)

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