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Coronavirus: Verdachtsfall in Wiener Gymnasium

Coronavirus-Verdachtsfall in einem Gymnasium in Wien-Josefstadt.
Coronavirus-Verdachtsfall in einem Gymnasium in Wien-Josefstadt. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Am Mittwoch wurde ein Coronavirus-Verdachtsfall in einem Gymnasium in der Albertgasse in Wien-Josefstadt bekannt. Eine Lehrerin hat sich bei einem Aufenthalt in Norditalien möglicherweise mit dem Virus infiziert.
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Derzeit wird der Fall abgeklärt, entgegen erster Meldungen wurde das Gymnasium in Wien-Josefstadt zunächst nicht evakuiert.

Laut Polizei stehe es den Eltern aber frei, ihre Kinder früher aus der Schule abzuholen. Der Unterricht sollte zunächst bis 12.00 Uhr fortgesetzt werden. Auch das Bildungsministerium bestätigte auf APA-Anfrage, dass die Schule vorerst nicht geschlossen wird.

Update: Coronavirus-Verdachtsfall: Schule darf nicht verlassen werden

Die Wiener Polizei teilte mit, dass bis auf Weiteres doch niemand das Gymnasium in der Albertgasse verlassen darf. Die Nachricht werde auch über den Twitteraccount der Polizei verbreitet. Laut Bildungsministerium und Bildungsdirektion werden Schüler und Lehrer auf eine mögliche Infektion getestet, hieß es gegenüber der APA. Eine vorzeitige Abholung der Kinder ist nicht möglich.

Laut Kurz Sperre bei positivem Test

Sollte sich herausstellen, dass es sich beim Verdachtsfall am Gymnasium in der Wiener Albertgasse um eine Corona-Infektion handelt, sind auch Quarantänemaßnahmen möglich. Das hat Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch vor dem Ministerrat gesagt. "Das alles findet aber nur statt, wenn die Testungen positiv sind", betonte Kurz.

Sollte der Test positiv ausgehen, werde man die Schule abriegeln, die Schüler weiter unterrichten und bestmöglich versorgen. Danach werde abgeklärt, ob es Kontakt zu infizierten Personen gab. Wer nicht in Kontakt mit der betreffenden Lehrerin war, könne dann nach Hause gehen. Sollte es Kontakt gegeben haben, "dann wird es in einzelnen Fällen natürlich auch notwendig sein, die Personen zu isolieren oder in Quarantäne zu nehmen", so Kurz.

Lage noch nicht geklärt

Allerdings betonte Kurz am Mittwochvormittag, dass aktuell noch nicht geklärt sei, ob überhaupt eine Infektion mit dem Coronavirus vorliege. An die Medien appellierte Kurz, mit Spekulationen vorsichtig zu sein. Testergebnisse - sowohl für den Verdachtsfall in Kärnten als auch in Wien - erwartet Kurz gegen Mittag, spätestens am frühen Nachmittag.

Polizei setzte Sicherungsmaßnahmen

Die Polizei hat Sicherungsmaßnahmen in der Albertgasse in Wien-Josefstadt gesetzt, sagte Polizeisprecherin Irina Steirer. Es sei Aufgabe der Exekutive, "für Ruhe zu sorgen und dass niemand die Schule verlässt bzw. hineingeht", betonte Steirer. Alles Weitere liege in der Entscheidung der Gesundheitsbehörde. Im Einsatz seien Beamte aus dem Bezirk und der Bereitschaftseinheit.

Die Untersuchungen der Gesundheitsbehörden seien im Gange, sagte Steirer. Zum zeitlichen Ablauf könne sie sich nicht äußern.

Coronavirusverdacht in Wiener Gymnasium: So reagieren die Schüler

Die Kinder im Gymnasium Albertgasse nahmen unterdessen ihre "Kasernierung" ziemlich gelassen. Während einer Pause schauten die Schüler immer wieder aus den Fenstern und schrien heraus. Der Medienauflauf war offensichtlich eine ziemlich attraktive Angelegenheit. Die Schüler konnten auch telefonisch Kontakt mit ihren Eltern aufnehmen. "Die Kinder wissen bisher nur, dass sie getestet werden und dass sie jetzt einmal nicht hinaus dürfen", berichtete ein Vater, der kurz zuvor mit seinem Sohn im Gymnasium telefoniert hatte.

Eingeschränkte Bewegungsfreiheit gab es auch für die Anrainer des gesperrten Bereichs der Albertgasse. So durften Mitarbeiter eines gegenüberliegenden Gebäudes dieses zunächst nicht verlassen. Später wurden diese Maßnahmen aufgehoben. Laut Steirer konnten Eltern ihre Kinder vom Kindergarten abholen und auch Bewohner ihre Häuser verlassen beziehungsweise aufsuchen.

Für Bezirksrat zu wenig Information

Karl Fiala, Sicherheitsbeauftragter und ÖVP-Bezirksrat in Wien-Josefstadt, sagte im APA-Gespräch, der Informationsfluss rund um den Verdachtsfall im Gymnasium Albertgasse funktioniere nicht. Er sprach von einer "undurchsichtigen Situation für die Eltern und Betroffenen". Die Eltern würden sich Sorgen machen und über die Abläufe nicht ausreichend Bescheid wissen, kritisierte er.

"Seitens des Bezirks kann man nicht viel tun außer beruhigen und vermitteln zwischen Einsatzkräften und Eltern bzw. Anrainern", betonte Fiala. Man warte ab, was die Gesundheitsbehörden irgendwann bekanntgeben würden. "Zum Zeithorizont kann ich nichts sagen, das kann auch Stunden dauern", so Fiala.

(APA/Red)

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