Coronavirus-Infektion kann Netzhautschäden verursachen

11% der Person, die wegen einer Coronavirus-Infektion ins Spital eingeliefert werden musste, zeigte einer Studie zufolge weiße Flecken auf der Netzhaut.
11% der Person, die wegen einer Coronavirus-Infektion ins Spital eingeliefert werden musste, zeigte einer Studie zufolge weiße Flecken auf der Netzhaut. ©APA/HELMUT FOHRINGER (Symbolbild)
Rund jede zehnte Person, die wegen einer Coronavirus-Infektion ins Spital eingeliefert werden musste, zeigte einer Studie zufolge weiße Flecken auf der Netzhaut.

Die Forscher untersuchten die Augen von 172 hospitalisierten Patientinnen und Patienten, die als Folge einer Sars-CoV-2-Infektion an Atemnot litten. Demnach wiesen elf Prozent von ihnen Netzhautschäden auf, die sich in weißen Flecken manifestierten.

Verschluss von Arterien verursacht Netzhautschäden

Zurückzuführen seien diese auf einen Verschluss der kleinen Arterien, ausgelöst durch eine Embolie oder Entzündungen, ließ sich Hauptautorin Gordana Sunaric Mégevand in einer Mitteilung des Universitätsspitals Genf (HUG) am Dienstag zitieren.

Solche weißen Flecken kennt man vor allem von Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck. Die vorliegende Studie zeigte jedoch, dass die beobachtete Netzhautschädigung hauptsächlich der Virusinfektion geschuldet war.

Netzhautschäden nach 3 Monaten wieder abgeklungen

Bei einer Nachuntersuchung drei Monate später waren die weißen Flecken bei allen Patienten verschwunden, nachhaltige Sehstörungen beobachteten die Wissenschafterinnen und Wissenschafter keine.

Ihnen zufolge sind die Mechanismen, wie Sars-CoV-2 Netzhautschäden verursacht, noch nicht genau verstanden. Mögliche Ursachen könnten demnach Sauerstoffmangel oder eine direkte Gewebeschädigung durch das Virus sein.

Mehr zur Corona-Pandemie in Österreich

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Coronavirus-Infektion kann Netzhautschäden verursachen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen