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Coronavirus: Diese Dinge kaufen die Österreicher in Krisenzeiten

Die Österreicher kaufen nicht nur Nudeln und Klopapier.
Die Österreicher kaufen nicht nur Nudeln und Klopapier. ©pixabay.com (Sujet)
Seit 16. März gelten die Ausgangsbeschränkungen und zahlreiche Österreicher arbeiten im Home Office. Mit diesen Veränderungen hat sich auch das Kaufverhalten verändert. Unter anderem ist die Nachfrage bei Webcams um über 1000 Prozent gestiegen.

In ganz Österreich gelten seit dem 16. März Ausgangsbeschränkungen. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. Beim Lebensmittelhandel war ein starker Nachfrage-Anstieg bei Hygieneprodukten wie Toilettenpapier und Desinfektionsmitteln, sowie bei Nudeln zu spüren. Doch auch in anderen Bereichen des Handels hat sich die Nachfrage markant verschoben, wie die Preisvergleichsplattform geizhals.at ermittelt hat.

Nachfrage nach Webcams um über 1000 % gestiegen

Soweit es möglich ist, sollen Unternehmen ihren Mitarbeitern Home Office ermöglichen. Die aktuellen Zahlen spiegeln diese Maßnahmen eindrucksvoll wider: So ist die Nachfrage nach Produkten, wie Monitore, Drucker und Docking Stations um über 50% innerhalb von 7 Tagen angestiegen. Die Nachfrage nach Webcams ist um über 1000% gewachsen, was zu starken Preisanstiegen und Lieferschwierigkeiten geführt hat. Günstige Modelle sind derzeit kaum mehr zu bekommen. Die signifikanten Anstiege bei Webcams und Notebooks sind aber auch ein Indikator dafür, dass die digitale Kommunikation im privaten Bereich zugenommen hat.

Während die Nachfrage nach Smartphones und Fernsehern um knapp 20% zurückgegangen ist, sind es vor allem die Spielekonsolen, die derzeit sehr gefragt sind. Eine Nachfrage-Steigerung von 194% ist derzeit bei Sonys PlayStation 4 zu beobachten, aber auch Microsofts Xbox One (+121%) und Nintendos Switch (+119%) sind sehr begehrt. Während die Ausgaben für Spiele und Konsolen bei Sony und Nintendo recht stabil geblieben sind, so muss derzeit für Xbox One Spiele wieder etwas mehr ausgegeben werden als zuletzt, auch wenn diese im Schnitt immer noch günstiger sind als die Konkurrenz.

Um sich fit zu halten, werden vermehrt Fitnessgeräte eingekauft - Rudergeräte sind mit einer Nachfragesteigerung von 346% sehr populär, die sich gleich auch ordentlich verteuert haben (+97 Prozent auf im Schnitt 560 Euro).

Desinfektionsmittel sind teurer geworden

Zu einem Rückgang der Nachfrage ist es bei Desinfektionsmitteln gekommen. Grund dafür sind Preisanstiege und Lieferengpässe.  Schutzmasken sind noch immer begehrt (+33 Prozent). In vielen anderen Bereichen ist die Nachfrage allerdings rasant gewachsen: Die Nachfrage nach Brotbackautomaten ist um rund 400% gestiegen, aber auch Gefriergeräte (+299%), Fieberthermometer (+191%), Hundefutter (+219%) und Windeln (+60%) sind sehr gefragt. Der gesteigerte Bedarf führt auch hier dazu, dass die Preise merklich anziehen und Lagerbestände knapp werden.

Verglichen wurde der Zeitraum 4. bis 10. März mit dem Zeitraum 11. bis 17. März, genauer die Händler-Click-outs, also wenn User auf einen auf Geizhals gelisteten Händler klickten. "Da ist die Kaufwahrscheinlichkeit schon sehr hoch", so Geizhals-Sprecher Michael Nikolajuk zur APA. Auf Geizhals sind in Österreich knapp 1.000 Händler gelistet.

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(Red)

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