Coronavirus: 130 Kinder und Jugendliche wurden in Wiens Spitälern behandelt

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie wurden 130 Kinder und Jugendliche in Wiens Spitälern wegen einer solchen Infektion behandelt.
Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie wurden 130 Kinder und Jugendliche in Wiens Spitälern wegen einer solchen Infektion behandelt. ©Pixabay.com (Sujet)
Immer mehr Kinder und Jugendliche infizieren sich mit dem Coronavirus. Viele kurieren sich zu Hause aus, aber manchmal ist ein Spitalsaufenthalt nötig: Seit Beginn der Pandemie im vergangenen Frühling wurden rund 130 Kinder und Jugendliche in Wiener Krankenhäusern behandelt, so eine Sprecherin des Wiener Gesundheitsverbundes am Dienstag. In der Regel gab es einen milden Verlauf.

Warum die Kinder ins Krankenhaus kommen, ist sehr unterschiedlich, führte die Sprecherin weiter aus. Bei den meisten tauche Covid-19 als "Nebendiagnose" auf. Das ist dann beispielsweise der Fall, wenn sich ein Kind das Bein bricht, ins Spital kommt und dort ein Corona-Test positiv ist. Kinder werden mitunter auch gemeinsam mit ihren Covid-infizierten Eltern im Krankenhaus aufgenommen.

20 bis 30 Kinder und Jugendliche pro Monat wegen Corona in Wiens Spitälern

Aber es gibt auch Kinder und Jugendliche mit der Hauptdiagnose Covid-19, die eine medizinische Behandlung im Spital benötigen. "Das ist etwa dann der Fall, wenn die Kleinen fiebern und das abgeklärt werden muss."

In der Regel sind die Krankheitsverläufe bei Kindern und Jugendlichen mild. Aber nicht immer: "Bei drei Kindern war eine Sauerstoffbehandlung über eine Brille notwendig. Die hatten allerdings eine Grunderkrankung." In Wien sei bisher eine Person unter 18 Jahren an oder aufgrund von Covid-19 verstorben. Diese litt an schweren Vorerkrankungen.

Grundsätzlich kann man sich in jedem Alter mit dem Coronavirus infizieren, so die Sprecherin des Gesundheitsverbundes. Ihren Beobachtungen zufolge sieht sie in der ansteckenderen britischen Mutation, die mittlerweile in Wien dominiert, keine höhere Gefährdung von Kindern und Jugendlichen. "Es ist nicht so, dass die britische Variante sich unter Kindern stärker ausbreitet als bei Erwachsenen. Sie sind keine Pandemietreiber. Es gibt insgesamt mehr Infektionen." Im Schnitt würden monatlich 15 bis 20 Kinder eine Spitalsbehandlung benötigen. Dieser Wert sei seit Monaten konstant, so die Sprecherin.

Kinder und Jugendliche: Milder Verlauf, gefährliche Nacherkrankung

Wenn auch die Verläufe von Covid-19 bei Kindern und Jugendlichen in der Regel eher mild sind, so gibt es eine gefährliche Nacherkrankung: Es kann bei ihnen Wochen nach der Infektion die Krankheit Mis-C auftreten. Es handelt sich dabei um eine überschießende Immunreaktion, die sehr selten auftritt, einen lebensgefährlichen Verlauf nehmen kann und intensivmedizinische Betreuung notwendig macht.

Sollte eine solche Erkrankung auftreten, werden die davon betroffenen Patientinnen und Patienten in Wien in die darauf spezialisierte Klinik Donaustadt gebracht. Dort wurden seit Beginn der Pandemie rund 15 Kinder aufgrund von Mis-C behandelt.

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(APA/Red.)

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