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Coronakrise auch Wiener Büromarkt zu spüren

Die Vermietungsgespräche waren im ersten Halbjahr großteils "on hold".
Die Vermietungsgespräche waren im ersten Halbjahr großteils "on hold". ©pixabay.com (Sujet)
Die Bürowelt wurde durch die Coronakrise verändert. Auch am Büromarkt sind mittel- und langfristige Folgen zu erwarten.

Die Coronavirus-Pandemie hat auch die Bürowelt verändert - das Home-Office hat sich bewährt, Großraumbüros sind wegen der hohen Ansteckungsgefahr ein No-Go. Vermietungsgespräche sind "on hold", die Neuflächen auf dem Wiener Markt sind aber zu rund 70 Prozent vorvermietet, wie aus dem aktuellen Marktbericht von EHL-Immobilien hervorgeht. Das verschafft den Immo-Entwicklern eine Verschnaufpause.

Covid-19 wird mittel-und langfristige Folgen bringen

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation bleibe die Leerstandsrate daher auf dem niedrigen Niveau von rund 4,7 Prozent, heißt es in dem Branchenbericht zum Wiener Büromarkt. Im Herbst soll der Markt wieder an Dynamik gewinnen, so die Erwartung. Covid-19 werde aber auch über die konjunkturellen Nachwirkungen hinaus mittel- und langfristige Folgen für den Büromarkt haben.

Aufgrund der coronabedingten Nachfrageverzögerung im ersten Halbjahr wird die Gesamtvermietungsleistung 2020 "niedriger als im Vorjahr, aber doch besser ausfallen als eigentlich zu erwarten wäre".

Im ersten Halbjahr 2020 halbierte sich die Vermietung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres jedenfalls von 119.000 auf 58.000 Quadratmeter. Da große Neuflächen fehlten, waren auch gar keine großvolumigen Vermietungen möglich: Nachdem 2018 noch Fertigstellungen im Ausmaß von 280.000 Quadratmetern erfolgten, waren es 2019 nur noch 45.000 Quadratmeter. 2020 sollen Neuflächen im Volumen von rund 160.000 Quadratmetern geschaffen werden - das ist zwar viermal so viel wie im Vorjahr, aber immer noch um 40 Prozent weniger als vor zwei Jahren. Und auch 2021 wird man mit rund 100.000 Quadratmetern wieder unter dem langjährigen Schnitt liegen.

Änderungen durch die Krise müssen beachtet werden

Die Immo-Branche geht davon aus, dass die Unternehmen ihren Home-Office-Anteil "zumindest teilweise weiterhin beibehalten wollen". Unternehmen "denken aufgrund der sehr guten Erfahrung mit Home-Office vermehrt über Flächenreduktionen nach", heißt es in dem Bericht weiters. Auch Hygiene- und Abstandsregeln würden in den meisten Unternehmen nach wie vor beachtet. Das seien Faktoren, die bei der Gestaltung von Büroräumlichkeiten künftig entsprechend zu berücksichtigen seien. Größere Firmen ab 150 bis 200 Mitarbeitern zeigten einen Trend in Richtung Klein- und Gruppenbüros "statt ausschließlich Großraumstrukturen". Hier könnte es zu einer verstärkten Übersiedlungstätigkeit kommen.

Die Spitzenmieten bewegten sich bisher seit Jahren recht konstant auf einem hohen Niveau von rund 25,50 Euro pro Quadratmeter. Auch die Durchschnittsmieten hätten ihren in den vergangenen Monaten leicht gestiegenen Wert gehalten und lägen derzeit bei 14,85 Euro pro Quadratmeter. Unter Druck geraten könnte aber das untere Qualitäts- und Preissegment, wenn die "wirtschaftliche Flaute" länger anhalte.

Größte Vermietung heuer im Objekt Kai West

Die mit deutlichem Abstand größte Vermietung erfolgte heuer im ersten Halbjahr im Objekt Kai West in der Wiener Westeinfahrt. Ansonsten waren die stark wachsenden Cluster am Hauptbahnhof oder in der Region Lassallestraße/Messe/Prater nachgefragt. In der Wiener Innenstadt gab es vier Vermietungen mit mehr als 1.000 Quadratmetern. In der Region Süd-Wienerberg kam es zu einer hohen Nachfrage nach hochwertig sanierten Projekten.

(APA/Red)

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