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Corona: Wien will kürzere Testintervalle für Kellner

Kellner sollen sich in Wien öfter auf das Coronavirus testen lassen.
Kellner sollen sich in Wien öfter auf das Coronavirus testen lassen. ©APA/GEORG HOCHMUTH
In der Gastronomie sollen ab 19. Mai auch Nasenbohrtests für Besucher zugelassen werden. Dass dieser für Besucher nur für einen Tag, für Beschäftige aber für eine Woche gelten soll, stößt in Wien auf Widerspruch.
Die Verordnung ab 19. Mai im Detail

"Diese Einwochenregelung, dass ich mir zuhause mit einem Staberl in die Nase fahre und dann kann ich eine Woche lang sagen, ich bin getestet, das macht mir ein bisschen ein mulmiges Gefühl", wird heute Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) auf orf.at zitiert.

Wien: Corona-Tests für Beschäftigte in der Gastro sollen öfter durchgeführt werden

"Wir denken darüber nach, das Testen in diesem Bereich häufiger zu verlangen als nur einmal in der Woche", so Hacker und kündigt eine entsprechende Entscheidung über das Wochenende an. Sein Pressesprecher Mario Dujakovic skizzierte auf Twitter auch bereits, wie eine Wiener Regelung aussehen könnte: Demnach könnten "Nasenbohrertests" nur 24 Stunden gültig sein - wie auch bei den Gästen.

Der Wiener Komplexitätsforscher Peter Klimek verwies in einem Interview mit der Wochenzeitung "Falter" zuletzt auf Untersuchungen in Norwegen. Dabei sei herausgefunden worden, dass ein Kellner oder eine Kellnerin ein zwei- bis dreimal höheres CoV-Infektionsrisiko habe als die Durchschnittsbevölkerung.

Rest-Österreich will keine Verschärfung der Testpflicht

In den Bundesländern indes denken einige keinesfalls an eine Verschärfung der Testpflicht - dort will man sich grosso modo an der bundesweiten Regelung orientieren.

Oberösterreich beispielsweise will keinen eigenen Weg gehen, was die Testung des Personals in der Gastronomie angeht. Man wolle "sich hier an die Vorgaben des Bundes halten und plant keine anderen Regelungen", teilte der Krisenstab des Landes am Freitag der APA mit.

In der Steiermark gibt es "derzeit keine solchen Überlegungen zur strengeren Testung von Gastromitarbeiter", hieß es am Freitag auf APA-Nachfrage aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP).

Auch in Kärnten ist keine Verschärfung der vom Bund vorgegebenen Testpflichten für Gastro-Mitarbeiter geplant, hieß es am Freitag auf Anfrage bei den Zuständigen in der Landesregierung. Viele Betriebe würden aber ihre Mitarbeiter freiwillig öfter testen.

(APA/Red)

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