Corona-Test nicht akzeptiert: 10.900 Schüler waren zu Hause

Der Corona-Test wurde von Schülern teilweise nicht akzeptiert.
Der Corona-Test wurde von Schülern teilweise nicht akzeptiert. ©Ina FASSBENDER / AFP (Symbolbild)
Regelmäßige Corona-Selbsttests waren im Sommersemester 2021 für Schüler notwendig, um beim Unterricht im Klassenraum dabei sein zu dürfen. Nur in wenigen Fällen wurde das nicht akzeptiert, wie aus einer Beantwortung von parlamentarischen Anfragen der FPÖ durch Heinz Faßmann (ÖVP) hervorgeht.

Im Durchschnitt waren im Sommersemester demnach 10.900 der 1,13 Mio. Schüler im Distance Learning, weil sie bzw. ihre Eltern den "Nasenbohrertest" verweigert haben.

Schüler hatten Corona-Antigentests zu machen

Um Cluster in den Klassenzimmern möglichst auszuschließen, mussten die Schülerinnen und Schüler ab Mitte Februar zunächst zweimal, später dreimal pro Woche anterionasale Antigentests machen. Dafür war die Zustimmung der Schüler bzw. bei den Unter-14-Jährigen jene der Eltern notwendig. Wer diese nicht erteilt hat, musste sich den Stoff daheim grundsätzlich in Eigenregie beibringen.

Dafür haben sich über das Sommersemester je nach Bundesland und Altersstufe im Schnitt zwischen 0,2 und 2,0 Prozent der Betroffenen entschieden. In absoluten Zahlen die meiste Ablehnung gab es in Wien (im Semester-Schnitt 2.600), gefolgt von Niederösterreich (rund 2.200), Oberösterreich (2.000), der Steiermark (1.400), Kärnten (900), Vorarlberg und Tirol (je rund 500), Salzburg (300) und dem Burgenland (200). Im Verlauf des Semesters sind die Zahlen dabei zurückgegangen: Hatten nach Angaben des Bildungsministeriums in der ersten Woche noch 1,7 Prozent aller Schüler eine Teilnahme verweigert, waren es zuletzt weit unter einem Prozent.

Corona-Maßnahmen nicht befürwortet

Die Ablehnung der Corona-Maßnahmen schlägt sich in einigen Bundesländern auch in die Zahl der Schulabmeldungen für das kommende Schuljahr nieder. Aus Oberösterreich, der Steiermark, Salzburg, Tirol und Niederösterreich wurde zuletzt eine teils deutliche Zunahme an Kindern gemeldet, die im kommenden Schuljahr entweder daheim beschult oder eine Privatschule ohne Öffentlichkeitsrecht, die selbst keine Zeugnisse ausstellen darf, besuchen werden. Endgültige Zahlen liegen noch nicht vor, eine Abmeldung ist noch bis zum ersten Schultag möglich. Untersagen können die Bildungsdirektionen eine Abmeldung nur, "wenn mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass die .... Gleichwertigkeit des Unterrichtes nicht gegeben ist".

(APA/Red)

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