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Corona-Pandemie macht Österreicher umweltbewusster

Ein bewussteres Leben und Regionalität rückten durch die Corona-Pandemie mehr in den Vordergrund.
Ein bewussteres Leben und Regionalität rückten durch die Corona-Pandemie mehr in den Vordergrund. ©pixabay.com (Sujet)
Die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind bei der Mehrheit der Österreicher gerade aufgrund der Covid-Pandemie noch weiter in den Fokus gerückt.

66 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK stimmen jedenfalls der Ansicht zu, dass die Krise etwas in Ihnen bewegt hat. Regionalität und bewussteres Leben, Handeln und Denken seien nun stärker in den Vordergrund gerückt, hieß es anlässlich des Internationalen Tags der Umwelt 2021,

Mehrheit der Österreicher lebt durch Pandemie bewusster

Nachhaltigkeit sei durch Corona noch wichtiger geworden ist, demnach sind 38 Prozent der Meinung, dass Nachhaltigkeit eine große Rolle für sie spielt, 42 Prozent der 500 online Befragten behaupten zumindest, dass diese ihnen sehr wichtig ist - an nur zwei Prozent der Österreicherinnen und Österreichern geht dieses Thema spurlos vorüber.

Für die Mehrheit gilt: "Der Umwelt zuliebe setzen Konsumenten auch bei sich selbst an: Produkte mit wenig Plastikverpackung werden bevorzugt, Mehrweglösungen sind schon beim Einkaufen verankert und Mülltrennung gehört für die österreichische Bevölkerung glücklicherweise schon genau so zu einem bewussten Alltag wie das Zähneputzen nach dem Aufstehen", lautet das Resümee von Anna Kulnig, Senior Client Business Partner.

GfK führt jedoch auch ein Beispiel an, das zeigt, dass zwischen Ansichten und dem tatsächlichen Handeln oft eine Lücke besteht, denn 50 Prozent der SUV-Fahrer sagten etwa, dass sie sich schlecht fühlen, wenn sie der Umwelt schaden. Auch beim Kauf von Haushaltsgeräten zeigen sich Ambivalenzen, denn der Absatz von Produkten mit umweltschonenderen Top-Energielabeln stieg einerseits deutlich, der Wunsch nach immer größeren und leistungsstärkeren Geräten wuchs jedoch ebenso.

Corona und Klimawandel unter "Top 5"-Sorgen

Sieht man sich die Sorgen der Österreicher an, blieben die Themen Umweltschutz und Klimawandel trotz Pandemie unter den "Top 5"-Sorgen, wobei Corona und die Gesundheit momentan im Vordergrund stehen: Der Klimawandel findet sich auf dem dritten Rang des Sorgenbarometers, Umweltschutz folgt auf dem fünften Rang.

In der Sorgenliste der EU-Bevölkerung ist die Umweltverschmutzung Sorge Nummer zwei , globale Erwärmung steht an dritter Stelle der Liste - auch hier steht die globale Pandemie an erster Stelle, sie könnte mit fortschreitenden Impfungen wieder mehr in den Hintergrund gelangen, vermutet GfK. "Insgesamt stellt das Thema globale Erwärmung die am schnellsten wachsende Sorge seit 2015 dar und ist ganz besonders bei der jüngeren Generation stark präsent", hob Kulnig diesen Trend hervor.

(APA/Red)

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