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Corona-Maßnahmen: Wien verlegt Sperrstunde vorerst nicht vor

Wien will die Sperrstunde vorerst nicht vorverlegen.
Wien will die Sperrstunde vorerst nicht vorverlegen. ©APA
Wien wird die Sperrstunde in der Gastronomie nicht vorverlegen - so wie es die Bundesländer im Westen angekündigt haben. Das betonte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag.
Westliche Bundesländer legen Sperrstunde vor

Dies sei auch mit Niederösterreich abgestimmt worden, betonte er. Man werde die Situation beobachten. Ludwig übte Kritik an einer "Hü-Hott-Politik", bei der bestehende Corona-Maßnahmen ständig geändert würden.

Für die Bevölkerung sei diese Vorgangsweise inzwischen oft irritierend. "Es braucht eine Situation, an der man sich orientieren kann", forderte er. Die politischen Entscheidungsträger müssten gemeinsam auftreten.

Wien: Anstieg illegaler Partys befürchtet

Für Bürgermeister Ludwig stellt es kein großes Problem dar, wenn Personen nach 22.00 Uhr an einem Tisch sitzen, wie er betonte. Es sei ihm lieber, wenn sich Menschen in der Gastronomie treffen als bei illegalen Veranstaltungen. Diese wären in Wien zuletzt ein Problem gewesen. Sollte die Sperrstunde vorverlegt werden, würden wohl "nicht alle schlafen gehen". Vielmehr sei mit mehr nicht genehmigten Treffen zu rechnen, warnte er.

Wenn Wien Schritte setzt, dann gemeinsam mit Niederösterreich

Sollte man Schritte setzen, werde Wien dies gemeinsam mit Niederösterreich tun, kündigte Ludwig an. Er habe mit der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) schon darüber gesprochen, berichtete er. Ludwig erinnerte auch daran, dass Wien in manchen Bereichen auch strengere Maßnahmen gefordert habe - etwa beim Mund-Nasen-Schutz, der zunächst nur für einige Geschäfte wieder eingeführt worden war.

Kritik übte er auch daran, dass es keine europaweit einheitlichen Standards bei Reisewarnungen gebe. Für einen Großteil der Bevölkerung sei es nicht klar erkennbar, warum man in einige Länder reisen dürfe und in andere nicht, obwohl die Infektionszahlen ähnlich seien. Zuletzt waren etwa Wien und Innsbruck in den Niederlanden auf die entsprechende Liste genommen worden.

Wiener FPÖ appelliert an SPÖ

Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp forderte den Wiener Stadtchef auf, standhaft in Sachen Sperrstunde zu bleiben. "Wenn die SPÖ jetzt die völlig willkürliche Vorverlegung der Sperrstunde in der Gastronomie auf 22.00 Uhr in den westlichen Bundesländern nachvollzieht, würden sich Ludwig & Co. endgültig zu Handlangern der türkis-grünen Bundesregierung machen und der Wiener Gastronomie den Todesstoß versetzen", warnte er. Vernunft und Augenmaß seien statt wahlkampfbedingter Angstmache gefordert.

Wiens ÖVP-Chef und Finanzminister Gernot Blümel appellierte hingegen an die Stadtregierung, sich Vorarlberg, Tirol und Salzburg als Vorbild zu nehmen. Wien könne sich auch angesichts bestehender Reisewarnungen weitere Gefährdungen nicht leisten, befand er in einer Mitteilung: "Je mehr Gefährdung durch das Virus, desto mehr Gefährdung für den Standort Wien." Wer Arbeitsplätze und Unternehmen in der Bundeshauptstadt schützen wolle, solle dem Beispiel anderer Bundesländer folgen.

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