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Corona-Massentests am Wochenende: Heer zog erste Zwischenbilanz

In allen Bundesländern half das Bundesheer am Wochenende bei den Massentests aus.
In allen Bundesländern half das Bundesheer am Wochenende bei den Massentests aus. ©APA/EXPA/JOHANN GRODER
Das Bundesheer hat am Sonntagnachmittag eine positive Zwischenbilanz zur Abwicklung der Corona-Massentests gezogen. An diesem Wochenende waren Soldaten in allen Bundesländern im Einsatz.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) lobte die Arbeit: "Während sehr viele Tests negative waren, sind die Rückmeldung über die Arbeit unserer Soldatinnen und Soldaten durchwegs positiv." Insgesamt waren 6.847 Soldaten eingesetzt.

Massentestung in Wien funktionierte "ausgezeichnet"

In Wien waren 2.235 Soldaten im Einsatz. Die Massentestung der Bevölkerung Wiens funktioniere an den drei Standorten Messehalle, Marxhalle und Stadthalle "ausgezeichnet", so das Bundesheer. Auch das IT-System lief - nach Problemen am ersten Tag, dem Freitag - ohne Probleme. Am Sonntag wurden bis zum frühen Nachmittag rund 60.000 Personen getestet, mit geringer Positivitätsrate. Lob gab es auch für die Bevölkerung, die sich "äußerst diszipliniert" verhalte. Allerdings gab es freie Kapazitäten an den Standorten Messe Wien und Marxhalle.

Über 1.000 Soldaten waren in Niederösterreich im Einsatz

In Niederösterreich wurden 1.027 Soldaten eingesetzt, die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen, Rettungsorganisationen & Feuerwehr funktioniere sehr gut. In allen Bezirken seien die Bürgermeister zu den Teststationen gekommen, um sich den Ablauf anzusehen und daraus Erkenntnisse für die Flächentestungen der Bevölkerung am 12. und 13. Dezember zu gewinnen. Der Militärkommandant von Niederösterreich, Brigadier Martin Jawurek, bedankte sich bei seinen Mitarbeitern und sagte: "Wir sind in Vorbereitungen für nächstes Wochenende, wo wir etwa in gleicher Zahl in NÖ unterstützen werden."

Heer half auch im Burgenland, in Oberösterreich und Salzburg aus

Im Burgenland waren 670 Soldaten bei den Tests engagiert. Die Software funktioniere und erscheine "sehr nützlich", hieß es in der Bundesheer-Bilanz. Am Samstag wurden demnach 4.199 Menschen getestet, von denen fünf positiv waren.

700 Soldaten waren in Oberösterreich an den Massentests beteiligt, dabei wurden am Samstag 13.898 Schul- und Kindergartenmitarbeiter getestet, von denen 0,27 Prozent positiv waren.

In Salzburg waren 436 Soldaten im Einsatz. Es habe keine Wartezeiten bei den Teststationen gegeben, sagte der Militärkommandant von Salzburg, Brigadier Anton Waldner.

Mobile Testteams in Tirol und "reibungsloser" Ablauf im Ländle

In Tirol waren 450 Soldaten bei den Massentests der Bevölkerung eingesetzt. Sie bildeten auch mobile Testteams, etwa für Behinderte, die in Heimen untergebracht sind und nicht selbst zu den Teststationen kommen konnten. Tirols Militärkommandant Brigadier Ingo Gstrein versicherte auch, dass das Heer noch Reserven habe, "um in der wachsenden Starkschneesituation in Osttirol bei Lawinenwarnstufe 5 zu helfen".

In Vorarlberg wirkten 116 Soldaten an den Massentests mit und waren für die Transportlogistik verantwortlich. Der gesamte Einsatz sei "reibungslos" abgelaufen.

Steiermark mit niedriger Positiv-Rate, rege Teilnahme in Kärnten

Von reger Teilnahme an die 70 Prozent des pädagogischen Personals sprachen die 650 eingesetzten Soldaten in Kärnten. Es habe sich bewährt, mehrere Teststraßen je Station zu betreiben.

563 Soldaten waren es in der Steiermark, wo sich 19.973 Mitarbeiter aus dem Bildungswesen angemeldet hatten. Für sie wurden 21 Teststraßen mit 40 Spuren betrieben. 11.139 Menschen ließen sich bereits am Samstag testen, wie überall mit niedriger Positivrate. Lediglich 30 Tests ergaben eine Corona-Infektion. Das Militärkommando Steiermark gab bekannt, dass ein Getesteter sich im Schnitt 15 Minuten in einer Station aufhielten. Der Militärkommandant von Steiermark Brigadier Heinz Zöllner lobte auch die Mitarbeit der getesteten Bildungsmitarbeiter.

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(APA/Red)

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