Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Corona-Krise: Krankenkassen werden tiefer in die roten Zahlen schlittern

Lehner erwartet ein tieferes Minus als vor der Krise erwartet.
Lehner erwartet ein tieferes Minus als vor der Krise erwartet. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Durch die Corona-Krise werden die Krankenkassen in ein noch tieferes Minus schlittern, als ohnehin erwartet. Es ist mit großen Verlusten zu rechnen.

Die Krankenkassen, die laut Prognosen ohnehin mit einem satten Minus in den nächsten Jahren rechnen, werden durch die Corona-Krise noch tiefer in die roten Zahlen schlittern. Der Chef des Dachverbands der Sozialversicherungsträger, Peter Lehner, erklärte am Mittwoch, dass die Sozialversicherungen "große Verluste" erwarten.

Krankenkassen rechnen mit großen Verlusten

"Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Sozialversicherung sind mit heutigem Wissensstand noch nicht abzuschätzen, darum sind eine kontinuierliche Beobachtung der entscheidenden Faktoren und eine enge Abstimmung elementar", sagte Lehner in einer Aussendung. Klar ist für ihn aber jetzt schon, "dass einnahmenseitig aufgrund der hohen Arbeitslosenzahlen, der Beitragsneuberechnungen und Stundungen mit großen Verlusten zu rechnen ist." Aktuell finden dazu Prognoserechnungen statt.

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat in ihrer Mitte Februar veröffentlichten Vorausschau bereits insgesamt 1,7 Milliarden Euro Verlust bis 2024 prognostiziert. Von Regierungsseite war allerdings betont worden, dass die ÖGK eine "extrem vorsichtige" Prognose erstellt habe und in der Vergangenheit die tatsächlichen Ergebnisse immer besser ausgefallen seien als die Prognosen.

Als "nächste große Herausforderung" nannte Lehner, die Behandlungseinrichtungen der Sozialversicherungsträger für das öffentliche Gesundheitssystem vorzubereiten. "Die Corona-Krise bedeutet eine vollkommene Neudefinition der Aufgaben und Ziele. Wir müssen das System so freispielen, dass wir den intramuralen Bereich (Spitäler, Anm.) bestmöglich unterstützen können. Diese Verantwortung haben wir unseren Versicherten und unserem Gesundheitssystem gegenüber", betont der Vorsitzende.

Umgang mit Corona-Krise: Positive Bilanz

Eine positive Zwischenbilanz zog Lehner über den bisherigen Umgang der Sozialversicherungen mit dem Corona-Virus. "Die fünf Sozialversicherungsträger und der Dachverband haben in den letzten zehn Tagen einen unglaublichen Kraftakt geleistet und ihre Organisation vom Normalbetrieb auf Corona-Modus umgestellt." Die Kernprozesse seien in allen Trägern gut abgesichert und die Verwaltungsprozesse neu aufgestellt. "Die Sozialversicherung funktioniert", unterstrich Lehner anlässlich der Konferenz der Sozialversicherungsträger am Mittwoch. "Die Umstellung war eine Feuertaufe für das neue Sozialversicherungssystem, das erst seit Jänner 2020 besteht", so Lehner: "Das Zusammenspiel der fünf Träger läuft. Das ist gerade in dieser Situation von zentraler Bedeutung."

So wie viele andere Wirtschaftsbereiche setzt auch die gesamte Sozialversicherung auf Digitalisierung und Home Office, wo immer das möglich ist. "Vor Ort wurden Notbetriebe eingerichtet." Für die Kundenkommunikation und Servicierung stehen die digitalen Kanäle zur Verfügung. "Diese werden stark angenommen", betonte Lehner.

>> Aktuelle Infos zur Corona-Krise

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Österreich
  • Corona-Krise: Krankenkassen werden tiefer in die roten Zahlen schlittern
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen