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Corona-Krise: 1,16 Mio. Österreicher waren 2020 in Kurzarbeit

Der Höhepunkt der Kurzarbeit war eindeutig der April.
Der Höhepunkt der Kurzarbeit war eindeutig der April. ©APA (Sujet)
Etwa 1,16 Millionen Österreicher waren heuer in Kurzarbeit. Während anfangs der Handel am stärksten betroffen war, wurde das Angebot im Herbst am stärksten in der Warenherstellung genutzt.

Abgerechnet wurden bisher knapp 5,5 Mrd. Euro, mit dem Höhepunkt im April, allerdings können für den Herbst noch Anträge gestellt werden.

Für die ersten sechs Monate wurden 5,2 Mrd. Euro ausbezahlt, geht aus einer Aufstellung des Arbeitsministeriums hervor. Gut zwei Drittel der ursprünglich beantragten Gelder wurden tatsächlich ausgeschöpft, in Wien war dieser Anteil am höchsten.

"Wir haben mit der Kurzarbeit sichergestellt, dass die Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterarbeiten können. Positiv ist auch, dass um ein Drittel mehr gearbeitet werden konnte, als ursprünglich bewilligt", sagte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) zu den Zahlen. Sie erinnerte daran, dass die Kurzarbeit auch 2021 fortgesetzt werde.

Kurzarbeit bei Warenerzeugung und Handel am stärksten genutzt

Fast 300.000 Menschen in der Warenerzeugung mussten in Kurzarbeit gehen, weitere 275.000 im Handel. Im Vergleich dazu war die Kurzarbeit in Hotellerie & Gastronomie sowie im Bau mit jeweils knapp über 100.000 Betroffenen weniger intensiv genutzt.

Aber im zeitlichen Verlauf kam es zu einer starken Verschiebung. Während im Frühjahr ein Drittel aller Jobs in Kurzarbeit auf den Handel entfiel, war im Herbst die Warenherstellung am stärksten betroffen. Bei den Lehrlingen zeigte sich hingegen ein starker Rückgang: Waren im April noch 48.000 in Kurzarbeit, so fiel die Zahl der Betroffenen bis September auf knapp 4.000.

Anträge für zweite Lockdownphase im Herbst noch möglich

Der Höhepunkt der Kurzarbeit war eindeutig der April, in dem Monat alleine wurden 1,86 Mrd. Euro für Kurzarbeit abgerechnet. Auch im Mai floss noch über eine Mrd. Euro (1,25 Mrd. Euro). Danach gab es bis September einen stetigen Rückgang, für die zweite Lockdownphase im Herbst liegen noch keine belastbaren Zahlen vor, da noch weiter Anträge gestellt werden können.

Die durchschnittlichen Einkommen der Menschen in Kurzarbeit sind im Jahresverlauf etwas gestiegen. Im April lag das Medianeinkommen (die Hälfte verdiente mehr, die Hälfte weniger) bei 2.250 Euro. Bis September stieg das Medianeinkommen auf 2.380 Euro. Die Unternehmen nutzen die Kurzarbeit stärker, um Fachkräfte zu halten, heißt es aus dem Arbeitsministerium. Die Reduktion der Arbeitszeit ging hingegen zurück. Im März haben die Unternehmen, die Kurzarbeit nutzten, ihre Arbeitszeit um fast 70 Prozent gesenkt, im Herbst hingegen nur mehr um 43 Prozent.

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(APA/Red)

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