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Corona-Kommission: "Ampel ist notwendiger denn je"

Die Sprecherin der Corona-Kommission hebt die Wichtigkeit der Coronaampel hervor.
Die Sprecherin der Corona-Kommission hebt die Wichtigkeit der Coronaampel hervor. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Laut Sprecherin der Corona-Kommission sein Anbetracht steigender Fallzahlen eine detaillierte Analyse unbedingt notwendig. Auch Gesundheitsminister Anschober warnt vor weiter steigenden Zahlen.

Anbetracht der steigenden Fallzahlen der vergangenen Tage sei die detaillierte Analyse der aktuellen Ereignisse unbedingt notwendig, betonte Daniela Schmid, die Sprecherin der Corona-Kommission, die am Montag zusammentreten wird. "Die Ampel ist notwendiger denn je!"

Bei der letzten Sitzung der Kommission sei das Verbreitungsrisiko in einigen Regionen Österreichs als "mittel-hoch" eingeschätzt worden. Darüber hinaus wurde dem aktuellen Anstieg der Fall-Zahl seit Mittwoch, die große Teile Österreichs betreffen, mit der Empfehlung einer vermehrten Anwendung von Mund-Nasen-Schutz und einer beschränkten Veranstaltungsgröße bundesweit Rechnung getragen, so Schmid.

Ampelfarben nach mehreren Kriterien

"Vorrangiges Ziel ist, die Ausbreitung von SARS-CoV-2 unter Kontrolle zu bringen und mit österreichweiten Maßnahmen die Bevölkerung zu schützen", unterstrich die Sprecherin, die auch Leiterin der Abteilung Infektionsepidemiologie der AGES ist. "Dieses vorausschauende Handeln der Kommission wurde durch die aktuelle Entwicklung der Situation in Österreich bestätigt." Aufgrund des Anstieges der Neuinfektionen werde die epidemiologische Lage durch die Corona-Kommission am Montag in einer Sondersitzung neu eingeschätzt.

  • Die Corona-Kommission beurteilt die epidemiologische Entwicklung anhand einer Reihe von Indikatoren, zusätzlich zur 7-Tages Fallzahl:
  • Wo befindet sich die Infektionsquelle - im Ausland oder im Inland?
  • Wird der neu aufgetretene Infektionsfall in der Quarantäne im Rahmen der Kontaktpersonen-Testung entdeckt?
  • Wird die Verbreitung des Virus ausgehend von Clustern unter Kontrolle gehalten?
  • Wird mittels ausreichender Testung garantiert, dass ein neuer Infektionsfall entdeckt wird?
  • Wie ist die aktuelle Auslastung des Versorgungssystems (und der Blick in die nähere Zukunft)?

Anschober: Halbierung der Infektionen keine Entwarnung

Die heutige Halbierung der Infektionszahlen sei leider keine Entwarnung, dämpfte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Sonntag entsprechende Hoffnungen. Der Rückgang sei teilweise auf die geringeren Testzahlen am Wochenende zurückzuführen (10.573 Tests in den letzten 24 Stunden). Es sei daher höchst notwendig, dass die neuen Maßnahmen der Bundesregierung in Kraft treten.

Gemeint sind damit die Verkleinerung der Veranstaltungen und die flächendeckende Einführung des Mund-Nasen-Schutzes (MNS) in den meisten öffentlichen Gebäuden, die am Montag in Kraft treten. "Ich erwarte mir davon auch eine spürbare Verstärkung des Risikobewusstseins der Bevölkerung - denn jetzt ist in allen Bereichen für alle sichtbar, dass die Situation ernst ist", so der Ressortchef. "Wir haben im Frühling gezeigt, dass wir es können, jetzt müssen wir zu dieser damaligen Umsicht und Vorsicht und dem damals von fast allen praktizierten Verantwortungsgefühl füreinander zurückkehren."

Anschober: Wettlauf mit der Zeit

Anschober verwies darauf, dass gerade angesichts steigender Zahlen ein sehr schnelles Kontaktpersonenmanagement mit schnellen Testungen und einer schnellen Suche der Kontaktpersonen dringend erforderlich ist. Das sei ein Wettlauf mit der Zeit. Je länger es dauert, desto mehr Ausbreitung des Virus ist möglich. Das Ministerium habe dafür die Zeitvorgabe von maximal 48 Stunden von Symptomen bis Befund und maximal 24 Stunden für das engere Kontaktpersonenmanagement vorgegeben.

Angesichts steigender Zahlen sei das eine enorme Herausforderung für die Gesundheitsbehörden der Länder: "Viele Bundesländer haben daher bereits massiv Personal aufgestockt, um diese entscheidende Tätigkeit schnell umsetzen zu können. Das muss nun auch in Wien verstärkt geschehen, da die Wiener Gesundheitsbehörden durch steigende Infektionszahlen besonders stark gefordert sind."

Die nächsten Tage und Wochen seien eine wirklich entscheidende Phase. "Jetzt müssen wir mit aller Kraft verhindern, dass Österreich in exponentielle Steigerungen kippt und die Kontrolle über die Pandemie verliert", betonte der Politiker.

(APA/red)

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