Corona: Jeder fünfte Haushalt spürt Einkommenseinbußen

Jeder fünfte Haushalt spürt Einkommenseinbußen durch Corona.
Jeder fünfte Haushalt spürt Einkommenseinbußen durch Corona. ©pixabay.com (Symbolbild)
Viele Österreicher leiden nach wie vor unter den finanziellen Folgen der Coronakrise. Beinahe jeder fünfte Haushalt (19 Prozent) gibt an, durch Corona über ein geringeres Einkommen zu verfügen.

So das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Preisvergleichsplattform durchblicker.at. Rund drei Viertel der Betroffenen (76 Prozent) können sich offenbar ihren gewohnten Lebensstandard nicht mehr leisten.

Schwierigkeiten, Fixkosten zu bezahlen

18 Prozent der Betroffenen bzw. rund 5 Prozent der Gesamtbevölkerung haben demnach Schwierigkeiten, ihre Fixkosten zu stemmen. Die Zahl der Betroffenen ist laut der aktuellen Studie (n=1.200) aber rückläufig: Im April 2020 gaben 43 Prozent an, durch die Krise Einbußen zu verspüren, bei der letzten Erhebung im Sommer waren es "nur" noch 23 Prozent.

Ein positiver Trend ist auch bei der Höhe der Einkommensreduktion zu erkennen. Während die Haushalte im Sommer noch mit 660 Euro weniger auskommen mussten, beträgt das Minus aktuell 618 Euro.

Reinhold Baudisch, Geschäftsführer von durchblicker: "Ein Jahr und sieben Monate nach Pandemie-Beginn ist zwar der Anschein einer gewissen Normalisierung eingetreten. Überwunden sind die Folgen der Coronakrise aber noch nicht. Finanziell sieht es für viele Haushalte nach wie vor düster aus: Erst bei etwas mehr als einem Drittel der von finanziellen Einschnitten betroffenen Haushalte hat sich das Einkommen wieder auf das Niveau vor Corona eingependelt."

Finanzelle Erholung in Vorarlberg zu beobachten

Die finanzielle Erholung sei, was die regionale Verteilung betrifft, besonders in Vorarlberg zu beobachten. Eine solche Dynamik fehle vor allem im Burgenland und in Wien, wo das nur bei 22 bzw. 26 Prozent der Betroffenen der Fall sei.

"Was die Haushaltsgröße anbelangt, so entwickelt sich die Aufholbewegung bei Single-Haushalten deutlich verhaltener als bei Familienhaushalten mit Kindern. Bei betroffenen Familien liegen immerhin 46 Prozent mit ihrem Einkommen wieder auf Vorkrisenniveau, bei den Singles hat sich nur in 32 Prozent der Haushalte die Situation wieder entspannt", rechnet Baudisch vor.

Die Corona-Kurzarbeit habe sich nach wie vor auch als größter Treiber bei der Reduktion der Haushaltseinkommen herauskristallisiert. Jetzt, in Kurzarbeitsphase fünf, sei das bei 50 Prozent der in Mitleidenschaft gezogenen Haushalte der Fall - ein Plus von fünf Prozent im Vergleich mit dem Sommer (45 Prozent). Kündigung (23 Prozent) bzw. der Wegfall von Überstunden (20 Prozent) seien weitere wichtige Ursachen für verringertes Einkommen.

(APA/Red)

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