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"Corona-Faktor" hat großen Einfluss auf Fußballspiele

Nicht nur Qualität und Glück spielen eine Rolle, sondern auch der "Corona-Faktor".
Nicht nur Qualität und Glück spielen eine Rolle, sondern auch der "Corona-Faktor". ©APA/ERWIN SCHERIAU
Neuerdings werden Fußballspiele nicht nur durch Qualität und Glück entschieden, sondern auch durch den "Corona-Faktor". Virusbedingte Ausfälle können entscheidend sein und sollen deshalb vermieden werden.

Im Normalfall werden Fußballspiele überwiegend durch Qualität und Glück entschieden. Neuerdings gibt es aber eine weitere Komponente - den "Corona-Faktor". Infizierungen im Vorfeld einer Partie können eine Mannschaft massiv schwächen oder auch begünstigen, wie es zuletzt im Europacup bei Red Bull Salzburg, dem LASK und Rapid der Fall war.

ÖFB-Team musste sieben Ausfälle hinnehmen

Die "Bullen" (gegen Maccabi Tel Aviv), die Linzer (gegen Sporting Lissabon) und die Hütteldorfer (gegen Lok Zagreb) gewannen gegen Teams, bei denen Spieler wegen positiver Corona-Tests fehlten, während die heimischen Clubs selbst von virusbedingten Ausfällen verschont geblieben waren. Beim ÖFB-Team lief es zuletzt in die andere Richtung.

Teamchef Franco Foda musste in den Nations-League-Partien in Nordirland und Rumänien gleich sieben Ausfälle (Marko Arnautovic, Marco Friedl, Cican Stankovic, Andreas Ulmer, Peter Zulj, Maximilian Wöber, Albert Vallci) hinnehmen, die direkt oder indirekt auf die Pandemie zurückzuführen sind. Die Gefahr, wegen Corona nicht auf Spieler zurückgreifen zu können, besteht wohl auch noch beim Beginn der WM-Qualifikation im März 2021 und eventuell auch bei der EM im Juni.

ÖFB bemüht sich um Bewusstseinsbildung

Daher ist der ÖFB bei Spielern und Betreuern um Bewusstseinsbildung bemüht, sich auch abseits der Lehrgänge möglichst keinen Situationen auszusetzen, die zu einer Infizierung führen könnten. Geschäftsführer Bernhard Neuhold nannte in diesem Zusammenhang Tschechien als warnendes Beispiel.

Die Auswahl aus Österreichs nördlichem Nachbarland musste im September vor dem Nations-League-Match gegen Schottland wegen Corona-Fällen den kompletten Kader austauschen und mit einer Not-Elf antreten, die schließlich 1:2 verlor. "Das hat bei uns sicher zu einer zusätzlichen Sensibilisierung geführt, denn so ein Szenario wollen wir unbedingt vermeiden", sagte der Niederösterreicher der APA.

Allzu groß ist die Sorge bei Neuhold diesbezüglich aber auch wieder nicht. "Meine Wahrnehmung aus unseren Lehrgängen im September und Oktober ist, dass die Spieler die Blasenbildung von ihren Vereinen gewöhnt sind. Für unsere Betreuer war es am Anfang eine neue Erfahrung, doch es hat von Beginn an ein hohes Maß an Sensibilität geherrscht. Allen ist die Ernsthaftigkeit der Situation bewusst."

ÖFB-Team für mögliche Ausfälle gerüstet

Sämtliche Spieler und Betreuer lieferten in den beiden jüngsten Lehrgängen je fünf Tests ab, dabei wurde keine einzige Infizierung festgestellt. Sollte es in Zukunft dennoch zu Corona-bedingten Absenzen kommen, wäre das ÖFB-Team laut Sportdirektor Peter Schöttel gerüstet. Durch die zahlreichen Beobachtungsreisen des Betreuerstabs und die von Teamchef Franco Foda festgelegten Grundparameter im Spiel der Nationalmannschaft sei es leichter, kurzfristig neue Spieler zu integrieren, betonte der frühere Rapid-Coach.

"Es macht schon einen Unterschied, ob ich einen Spieler drei oder vier Mal auf Video anschaue oder vor Ort bin und auch mit seinem Trainer rede", meinte Schöttel. "Und es ist wichtig, dass wir Abläufe verinnerlicht haben. Wenn drei, vier Neue reinkommen, wissen wir immer noch, wie gespielt wird. Da ist es gut, dass wir in dieser Konstellation mit dem Teamchef schon seit drei Jahren zusammen sind."

Die ÖFB-Auswahl könnte also Corona-Ausfälle, sofern sich deren Anzahl in Grenzen hält, halbwegs gut verkraften - ebenso wie die Top-Nationalteams, die über einen großen Spieler-Pool verfügen. "Es wird eher so sein, dass große Verbände mit vielen Spielern das besser wegstecken können als kleinere", meinte Schöttel.

Bundesliga-Präventionskonzept soll noch besprochen werden

Bei dieser Thematik verwies er auf die Misere des ungarischen Verbands, der in den Oktober-Matches auf Schlüsselspieler Dominik Szoboszlai verzichten musste. Der Offensivmann blieb nach den positiven PCR-Tests drei seiner Mitspieler gemäß des Bundesliga-Präventionskonzepts in Salzburg, obwohl er selbst nicht infiziert war.

Diese Regelung findet bei Schöttel keinen Gefallen, zumal aus dem selben Grund auch Ulmer, Stankovic, Wöber und Vallci nicht zum ÖFB-Team reisen konnten. "Ich gehe davon aus, dass wir zu diesem Konzept noch Gespräche führen werden", sagte der ÖFB-Sportdirektor.

(APA/Red)

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