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Corona-Cluster in St. Wolfgang: Sechs weitere Hotels betroffen

Acht neue Corona-Fälle sind in sechs weiteren Betrieben aufgetaucht.
Acht neue Corona-Fälle sind in sechs weiteren Betrieben aufgetaucht. ©APA/BARBARA GINDL
Am Freitag kamen noch weitere Corona-Fälle in Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich hinzu. Alle Betroffenen sind in Quarantäne.
Corona-Cluster in St. Wolfgang

Zu den bisher bekannten acht Corona-Fällen in Hotels in St. Wolfgang im oberösterreichischen Salzkammergut sind am Freitagnachmittag noch acht neue in sechs weiteren Betrieben dazugekommen.

Alle Betroffenen sind in Quarantäne. Bei allen handelt es sich um Praktikanten, wie der Krisenstab des Landes mitteilte. Weitere Tests laufen.

Coronavirus erreichte Salzkammergut-Tourismus

Bereits am Dienstag hatte eine Hotelmitarbeiterin Corona-Symptome gezeigt. Sie wurde noch am selben Tag positiv getestet. In weiterer Folge gab es insgesamt acht positive Tests, wie am Freitag bekannt wurde. Betroffen waren zunächst zwei Vier-Sterne-Hotels, in denen insgesamt acht Mitarbeiter infiziert sind. Zudem wurde eine Warnung für zwei Lokale im Ort ausgesprochen, dort hatten sich welche von ihnen aufgehalten.

Freitagnachmittag stieg die Zahl der positiv Getesteten dann auf 16. In sechs anderen Betrieben waren insgesamt acht weitere Mitarbeiter - wie in den ersten Fällen ebenfalls Praktikanten - infiziert. In allen betroffenen Betrieben waren die Tests des Personals im Laufen, ebenso das Kontaktpersonen-Management. Gäste, die sich testen lassen möchten, können sich bei der Rot-Kreuz-Ortsstelle St. Wolfgang melden, informierte der Krisenstab des Landes Oberösterreich.

Schutzmaßnahmen wurden laut Hotels eingehalten

Laut den betroffenen Hotels wurden die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen eingehalten. Es sei ein Mund-Nasen-Schutz getragen und so gut wie möglich der Abstand gewahrt worden. Man gehe davon aus, dass das Infektionsrisiko für Tages- und Hotelgäste als gering einzustufen sei.

Tourismus- und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) zeigte sich im Gespräch mit der APA überzeugt, dass man die Situation gut im Griff habe. Er rufe aber alle auf, sich an die Abstandsregeln zu halten. Es sei klar, dass es immer wieder Fälle gebe, wenn viel los sei. Aber man teste viel, "Prävention ist jedes Geld wert". Einen Imageschaden sieht er bisher nicht. "Wir müssen von der Stigmatisierung wegkommen. Niemand ist schuld, der sich angesteckt hat oder der jemanden anderen angesteckt hat."

Derzeit keine Schließungen geplant

Schließungen standen vorerst offenbar nicht im Raum. Oberösterreich habe bisher bewiesen, dass konsequent vorgegangen wird, betonte auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien als Antwort auf die Journalistenfrage, ob Schließungen von Hotels nun notwendig seien. Mit LHStv. Christine Haberlander (ÖVP) habe er bereits gesprochen, das weitere Vorgehen sei ohnehin über das Kontaktpersonen-Management geregelt.

Daniela Schmid, Leiterin der Abteilung Surveillance und Infektionsepidemiologie der AGES, betonte, dass sich Oberösterreich beim Umgang mit dem Coronavirus bisher als ein Land der "exzellenten Praxis" hervorgehoben habe. Als "ein Paradebeispiel" bezeichnete sie den Austausch mit den dortigen Behörden, der täglich erfolge. "Die Information erfolgt fast in Echtzeit und ein wichtiger Indikator, der Anteil der abgeklärten Fälle, liegt in Oberösterreich bei 75 Prozent und ist somit sehr hoch", lobte Schmid.

(APA/Red)

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