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Corona-Ampel: Wien leuchtet wieder rot

Die Ampel-Kommission setzte Wien wieder in die rote Zone.
Die Ampel-Kommission setzte Wien wieder in die rote Zone. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Aufgrund deutlich steigender Corona-Zahlen in Wien wurde die Bundeshauptstadt von der Ampel-Kommission wieder auf Rot gesetzt.

Oberösterreich ist nunmehr alleine in der orangen Corona-Ampelzone. Die zuständige Kommission hat am Donnerstag Wien auf Rot gesetzt, teilte sie am Abend mit. Grund sind deutlich steigende Zahlen in der Bundeshauptstadt, die lange die besten Werte in Österreich hatte.

Durchgesetzt haben sich mittlerweile die ansteckenderen Varianten wie die britische, die in diversen Bundesländern schon die Mehrheit der Infektionen ausmachen.

Britische Corona-Mutation dominiert Osten Österreichs

Daten aus den östlichen Bundesländern legten nahe, dass die Virusvariante B.1.1.7, das ist die britische, das Infektionsgeschehen bereits dominiere, schreibt die Kommission. Der Anteil an N501Y-positiven Fällen - das umfasst die britischen, südafrikanischen und brasilianischen Variante - an der 7-Tages-Inzidenz lag in Wien bereits bei 51 Prozent, in Niederösterreich bei 50 Prozent, in Tirol bei 61 Prozent und im Burgenland gar schon bei 72 Prozent. Auch Salzburg und Oberösterreich zeigten bereits Anteile von über 40 Prozent.

Hotspot die südafrikanische Variante betreffend ist Tirol, wo 36 Prozent der positiven Proben dieser Mutation zuzuordnen sind. Diese gilt insofern als tückisch, als es mit ihr leichter zu Reinfektionen kommen kann, wie es in Tirol auch schon geschehen ist.

Dabei steht der Westen derzeit ziemlich gut da, was man unter anderem am Bezirk Bregenz sieht, der die besten Werte österreichweit aufweist (34,1).

Wien bei Sieben-Tages-Inzidenz wieder über 100

Wien ist in der Sieben-Tages-Inzidenz erstmals seit langem über 100/100.000 Einwohner geklettert und das ziemlich deutlich mit 122. Darunter sind neben Oberösterreich Vorarlberg und Tirol. Die rohe Fall-Inzidenz in den beiden westlichen Bundesländern lag am Ende des Beobachtungszeitraums bei 70 bzw. 77,2. Oberösterreich weist 85,6 auf.

Den höchsten Wert hat man in Kärnten vermerkt (138,1). Den größten Anstieg hatten in der vergangenen Woche Wien (14 Prozent) und das Burgenland (13 Prozent). Mit minus 18 Prozent der größte Rückgang wird für Salzburg ausgewiesen. Österreichweit wurde ein Anstieg von zwei Prozent vermerkt.

Infektionsquelle in Wien in 71 Prozent der Fälle bekannt

Bei der risikoadjustierten Inzidenz, in die andere Faktoren wie etwa Alter der Erkrankten eingerechnet werden, hat Tirol mit 78,5 den niedrigsten Wert, just jenes Land, aus dem man sich wegen der dort verstärkt aufgetretenen infektiöseren Südafrika-Variante noch heraustesten muss. Hier hat die Steiermark nun den höchsten Wert (158,9).

Positiv für Wien ist, dass man bei 71 Prozent der Fälle die Infektionsquelle kennt. Den schlechtesten Wert hat hier die Steiermark mit 45 Prozent, das ist deutlich weniger als in der Woche davor (61 Prozent).

Der Bezirk Hermagor ist österreichweiter Spitzenreiter mit seiner Sieben-Tages-Inzidenz von weit über 500. Bezirksverwaltung und Kärntner Landesregierung verhängen ab dem Wochenende strengere Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, wie Gerd Kurath, Leiter des Landespressediensts, am Donnerstag sagte. So endet beispielsweise die Quarantäne nun nur mehr mit einem negativen Coronatest, ein reines Auslaufen der zehntägigen Quarantäne soll es vorerst nicht mehr geben.

(APA/Red)

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