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Corona-Ampel: Ausweitung der Maskenpflicht, Wien bleibt gelb

Corona-Ampel: Wien bleibt trotz steigender Coronazahlen gelb.
Corona-Ampel: Wien bleibt trotz steigender Coronazahlen gelb. ©APA
Die Corona-Ampel-Kommission hat trotz steigender Fallzahlen auf eine Empfehlung zur Orange-Färbung verzichtet. Insgesamt sollen die Maßnahmen allerdings wieder verschärft werden.

Wien bleibt bei der Corona-Ampelregelung ebenso gelb wie Graz und der Bezirk-Kufstein. Neu dazu kommen Innsbruck-Stadt und Schwaz in Tirol, sowie die niederösterreichischen Bezirke Korneuburg und Wiener Neustadt, wie die APA aus der Kommission erfuhr.

Update der Corona-Ampel in Österreich

Linz werde dagegen wieder grün geschaltet, so die Empfehlung. Auch der Bezirk Freistadt, der aufgrund eines Clusters um eine Moschee hohe Fallzahlen aufweist, ist grün.

Maskenpflicht wird ausgeweitet

Dafür ist offenbar dem Drängen von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) (und zuletzt der Wiener Stadtregierung) stattgegeben worden, die Maßnahmen wieder insgesamt zu verschärfen. So sollen alle Veranstaltungen österreichweit auf Gelb-Niveau gestellt werden. Das heißt, indoor sind 2.500 Plätze (ohne zugewiesene Plätze 100), outdoor 5.000 Plätze möglich. Zudem soll die Maskenpflicht auch außerhalb des Lebensmittelhandels und von Apotheken und Banken österreichweit in geschlossenen Räumen ausgeweitet werden.

Gerüchte über ein oranges Wien blieben unbestätigt

Der massive Anstieg von Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 in Österreich - vor allem in Wien - hat am Tag vor der Ampelschaltung am Freitag zu Gerüchten über ein Wien in Orange geführt. Am Donnerstagabend erfuhr die APA aus der Corona-Kommission, dass auf eine Empfehlung zur Orange-Färbung verzichtet wurde, jedoch sind bundesweit striktere Vorgaben bei Maskenpflicht und Veranstaltungen zu erwarten.

Wien bleibt von den Empfehlungen her ebenso gelb wie Graz und der Bezirk Kufstein. Neu dazu kommen Innsbruck-Stadt und Schwaz in Tirol, sowie die niederösterreichischen Bezirke Korneuburg und Wiener Neustadt, hieß es. Linz werde dagegen wieder grün geschaltet, so die Empfehlung. Auch der Bezirk Freistadt, der aufgrund eines Clusters um eine Moschee hohe Fallzahlen aufweist, ist grün.

Einschränkungen bei Veranstaltungen

Aus dem Umfeld von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hieß es vor der Sitzung der Ampel-Kommission, der Regierungschef erwarte sich "schärfere Maßnahmen", um die Infektionszahlen nicht weiter in die Höhe schnellen zu lassen. Diesem Drängen zusammen mit jenem aus Wien wurde offenbar nachgegeben: So sollen alle Veranstaltungen österreichweit auf Gelb-Niveau gestellt werden. Das heißt, indoor sind 2.500 Plätze (ohne zugewiesene Plätze 100), outdoor 5.000 Plätze möglich. Zudem soll die Maskenpflicht auch außerhalb des Lebensmittelhandels und von Apotheken und Banken österreichweit in geschlossenen Räumen ausgeweitet werden. Die Details werden morgen bei einer Pressekonferenz verkündet.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hatte schon am Donnerstagvormittag, bevor die Rekordzunahme von 664 Infektionsfällen vermeldet wurde,.keine " Indizien, dass es in Richtung orange geht." Was die Kommission am Abend beschließt, sei wie ein "Sachverständigengutachten" für die politische Entscheidungen, die dann getroffen werden, erklärte Anschober. Die Empfehlungen der Kommission bespreche er innerhalb der Regierung, das sei "keine Solo-Entscheidung" des Gesundheitsministers, unterstrich Anschober. Jeden Freitag um 11.00 Uhr, so auch morgen, gibt es dann eine Pressekonferenz.

Aktuell standen vor der zweiten Schaltung vier Regionen auf Gelb (mittleres Risiko): neben Wien auch Linz, Graz und der Bezirk Kufstein. Tirols LH Günther Platter (ÖVP) ging am Donnerstag bereits von einer Ampelschaltung von Grün auf Gelb für die Landeshauptstadt Innsbruck aus. Auch in Graz nahm man an, dass die steirische Landeshauptstadt wohl weiterhin Gelb bleiben dürfte.

Damit die Corona-Ampel zum Werkzeug werden kann, fehlt noch ihre vollständige gesetzliche Verankerung. Erst mit der Novellierung des Epidemiegesetzes und des Covid-19-Maßnahmengesetzes können alle Regeln aufgrund der vier Farbstufen von grün bis rot rechtlich durchgesetzt werden. Ein Beschluss ist für den 23. September geplant. Bis dahin soll die Lockerungsverordnung angepasst werden, etwa zur Ausweitung des Mund-Nasen-Schutzes auf alle Geschäfte in gelben Regionen. Sie soll nun endlich am morgigen Freitag vorliegen.

Die Details werden am Freitag bei einer Pressekonferenz der Regierung verkündet.

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(APA/Red)

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