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Computerspiele sind weitgehend Männersache

Tara Teich liebt es, in die Rolle eines weiblichen Wesens in einem Computerspiel zu schlüpfen. Aber der 26-Jährigen reicht es, wenn sie Figuren wie Lara Croft oder Wu die Lotusblüte aus "Jade Empire" sieht.

Endgültig Schluss ist dann bei den Bikinischönheiten aus Spielen wie „Grand Theft Auto“. Warum, so fragt sie sich, müssen Frauen in Videospielen immer so aussehen wie Showgirls in Las Vegas?

Tammy Yap, seit sechs Jahren Programmiererin, fragte genau das einmal einen Kollegen – schließlich könnten die entblößten und überbetonten Körperteile ja auch die Gefühle einiger Frauen verletzten. Seine Antwort: „Na und? Frauen spielen keine Computerspiele.“ Die Zahlen sind in dieser Hinsicht in der Tat eindeutig: 70 Prozent der Spieler von Games für Konsolen wie der PlayStation oder Xbox sind Männer, wie Schelley Olhava sagt, Analystin der Marktbeobachter von IDC. „Diese Zahlen haben sich in den vergangenen Jahren kaum verändert.“

Im Bereich der Frauen läge also ein riesiger Wachstumsmarkt, wenn die Spieleindustrie wüsste, welche Spiele Frauen wollen. Aber ihre Ansichten werden kaum gehört. „Keine Frage, dass wir eine größere Vielfalt brauchen“, sagt Jason Della Rocca, Chef der Internationalen Vereinigung der Spieleentwickler. „Wir sagen immer, dass wir ein breiteres Publikum anspreche müssen, aber trotzdem sind die meisten Spieleentwickler immer noch junge weiße Männer.“

Die Entscheidung der US-Organisation für die Software-Einstufung, das Spiel „Grand Theft Auto: San Andreas“ wegen einiger verborgener und etwas anrüchiger Szenen nur noch für Erwachsene freizugeben, hat zumindest in den USA die Kontroverse um Gewalt und Sex in Spielen wieder neu entfacht. Dem Mutterkonzern Take-Two Interactive Software des Spieleherstellers Rockstar dürfte die Heraufsetzung nach eigenen Schätzungen 50 Millionen Dollar alleine in diesem Quartal kosten.

Ändern wird sich daran in den nächsten Jahren wohl nicht viel. Als die Universität von Derby in Großbritannien im Mai einen Kurs für Spieleprogrammierer anbot, meldeten sich 106 Männer. Und auch an der Universität von Südkalifornien (USC) ist es nichts Ungewöhnliches, wenn in den Klassen der Videoprogrammierer keine einzige Frau ist, wie Anthony Borguez, Direktor des Medienzentrums der USC sagt. „Videospiele werden assoziiert mit Ballerspielen und halb nackten Frauen drum herum“, sagt Borquez. „Viele Frauen glauben, dass es für sie nicht viele Videospiele gibt.“

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