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Colette - Kritik und Trailer zum Film

Keira Knightley (33, "Stolz und Vorurteil") zeigt sich in ihrer neuesten Rolle als Literatin, die Tabus bricht. In "Colette" mimt sie die gleichnamige französische Schriftstellerin Sidonie Gabrielle Colette (1873-1954), die zu den bedeutendsten ihrer Zeit gehörte. Colette schreibt eine mehr als erfolgreiche Buchreihe, die ihr Mann aber unter seinen Namen veröffentlicht. Mit der Zeit emanzipiert sich die junge Frau und geht ihren eigenen Weg. Dabei bricht sie auch jede Menge gesellschaftliche Normen.

Schauspielerin Keira Knightley zeigte schon als Elizabeth Bennet in der Jane-Austen-Verfilmung “Stolz und Vorurteil” ihre kreative Ader. In “Colette” schreibt sie aber nicht nur Briefe, sondern auch viele erfolgreiche Bücher. Denn Schriftstellerin Sidonie Gabrielle Colette (1873-1954) zählt in Frankreich zu den bedeutendsten Autorinnen. Am Freitag kommt das Biopic nun ins Kino.

Colette: Kurzinhalt zum Film

Das filmische Denkmal für die Literatin Colette, die als erste Frau in Frankreich ein Staatsbegräbnis erhielt, setzt kurz vor deren Heirat und damit an einem entscheidenden Wendepunkt ihres Lebens an. Die junge Französin verliebt und verlobt sich schließlich mit dem egozentrischen, aber charismatischem Schriftsteller Henry Gauthier-Villars (Dominic West), der unter dem Pseudonym “Willy” Werke von sich und seiner Ghostwriter veröffentlicht.

Colette verlässt für ihn ihr beschauliches Elternhaus auf dem Land und zieht nach Paris. Sie lernt die Künstlerszene kennen, fühlt sich zu Beginn allerdings fremd in der Großstadt. Die 33-jährige Knightley zeigt sich in ihrer Rolle nicht als naives Landei, das von den Grandes Dames lernen will. Sie glänzt vielmehr als talentierte und selbstbewusste Frau, die sich nicht verbiegen lässt.

Anders sieht es in der Beziehung zu ihrem chronisch verschuldeten Mann aus, der regelmäßig fremdgeht. Da lässt sich die junge Frau auch auf Kompromisse ein, hinter denen sie eigentlich nicht steht. Der größte davon: Sie schreibt Bücher über die Abenteuer einer jungen Frau namens “Claudine”, die er unter seinem Pseudonym veröffentlicht. Die Reihe wird zu einem Erfolg – und gleichzeitig zum Verhängnis für ihre Ehe.

Colette: Die Kritik

Der Film von Regisseur Wash Westmoreland (“Still Alice”) gibt nicht nur einen Einblick in das Leben einer der schillernsten Persönlichkeiten von Frankreichs Künstlerszene. Er hat auch feministische Züge und zeigt, in welchem Zwiespalt Frauen rund um die Jahrhundertwende waren: zwischen Emanzipation und traditionellen Rollenmustern. Colette bewegt sich zwischen den Grenzen, trägt mal Hosen, mal Rock, legt sich immer wieder mit ihrem Mann an und fängt etwas mit Frauen an – pikante Szene inklusive. Die Knightley-typische Frische, mit dem sie in den “Fluch der Karibik”-Verfilmungen und “Stolz und Vorurteil” glänzte, vermisst man allerdings etwas in diesem Werk. Die Rolle ist zu eindimensional angelegt, mit wenig Platz für Humor und Ironie.

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(APA/Red)

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