CL-Aus für Hypo NÖ nach Niederlage in Thüringen

Selbst Nascimento konnte es nicht richten
Selbst Nascimento konnte es nicht richten
Österreichs Handball-Serienmeister Hypo Niederösterreich hat zum vierten Mal en suite den Einzug in die Hauptrunde der Frauen-Champions-League verpasst. Im letzten Spiel der Vorrundengruppe A konnten Alexandra do Nascimento und Co. am Sonntag ihren kleinen Vorteil nicht nützen und unterlagen beim Thüringer HC mit 25:34 (11:17). Zum Aufstieg hätte eine Niederlage mit drei Toren gereicht.


Am Schluss hatten abgesehen von Titelverteidiger Györ (12) mit dem THC, Hypo und Baia Mare drei Teams je vier Punkte, das bessere Torverhältnis gab schließlich den Ausschlag zugunsten des THC. Schon im Vorjahr hatte Hypo trotz Punktegleichheit mit Randers den Kürzeren gezogen, damals hätte man sich sogar eine Niederlage mit sechs Toren leisten können. Und wie im Vorjahr steigt die mit brasilianischen Teamspielerinnen gespickte Truppe als Gruppendritter im Februar in den Europapokal der Cupsieger (Achtelfinale) um, den man zuletzt auch gewinnen konnte.

Für Österreichs Handball gibt Thüringens Erfolg dennoch auch Anlass zur Freude, mit Sonja Frey (7 Tore) und Katrin Engel (6) zählten zwei ÖHB-Teamspielerinnen am Sonntag neuerlich zu Stützen ihres THC – der von ÖHB-Teamchef Herbert Müller trainiert wird.

Vor 2.208 Zuschauern in der Nordhausener Wiedigsburghalle erwischte Hypo keinen guten Tag, war den entschlossener wirkenden Gastgeberinnen von Beginn an unterlegen. Während Thüringen Hypo-Schlussfrau Barbara Arenhart kaum etwas zu Halten gab, waren die Offensivaktionen der Niederösterreicherinnen zu oft von einer gewissen Ratlosigkeit geprägt. Nach 17 Minuten stand zum ersten Mal der aus Sicht des THC benötigte Vier-Tore-Vorsprung für das Weiterkommen auf der Anzeigetafel.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig. Hypo, angeführt von Welthandballerin Do Nascimento (8 Tore), wirkte zwar bemüht, verzeichnete aber neuerlich Fehlwürfe und kassierte – selbst in Überzahlphasen – letztlich zu viele Gegentore, um eine erfolgreiche Aufholjagd hinzulegen. Beim Stand von 21:26 in der 45. Minute schien der Aufstieg noch einmal in Reichweite, der THC ließ nach dieser kurzen Schwächephase im Finish aber nichts mehr anbrennen.

“Wir müssen Thüringen gratulieren, weil sie heute ihr bestes Spiel in der Champions League gezeigt haben. Aber die Enttäuschung ist sehr groß, weil wir von August bis heute gedacht haben, dass wir das schaffen können und auch die Mannschaft dazu haben”, meinte Hypo-Coach Morten Soubak. Ab der Auftaktschlappe in Györ (22:41) habe seine Truppe guten Handball gespielt. “Ich muss den Mädchen gratulieren. Wir haben leider in Baia Mare und gegen Györ mit nur einem Tor verloren. Hätten wir da einen Punkt gemacht, wäre das heute egal gewesen.” Im Cup der Cupsieger habe man nun “natürlich nichts dagegen, ins Finale zu kommen. Aber es sind viele gute Mannschaften dabei”, sagte Soubak.

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