Chinesin Peng überraschte Radwanska bei US Open

Peng schoss Radwanska mit 6:3,6:4 vom Platz
Peng schoss Radwanska mit 6:3,6:4 vom Platz
Bei den Tennis-US-Open in New York hat am Mittwoch Agnieszka Radwanska als erste Mitfavoritin die Segel streichen müssen. Die als Nummer vier gesetzte Polin unterlag der Chinesin Peng Shuai in der zweiten Runde 3:6,4:6. Über drei Sätze gehen musste Maria Scharapowa als Nummer fünf, keine Mühe hatte die zweitgereihte Simona Halep. Bei den Herren zog Stan Wawrinka in die dritte Runde ein.


Peng, die aktuell das Doppel-Ranking der WTA anführt, setzte Radwanska mit ihren beidhändigen Grundlinienschlägen von Beginn an unter Druck. Bei den entscheidenden Punkten hatte die Weltranglisten-Fünfte gegen die 28-jährige Chinesin meist das Nachsehen. So nutzte Peng drei von vier Breakbällen, während Radwanska nur eine von sieben Möglichkeiten verwertete.

Insgesamt schlug Peng 28 Winner, Radwanska lediglich 19. Nach 96 Minuten war die Spiel im Louis-Armstrong-Stadium zu Ende. Die Polin ist die Erste aus den Top Ten, die sich aus dem Bewerb verabschieden musste. “Jedes Game konnte in beide Richtungen gehen. Aber in den wichtigen Momenten hat sie einfach ein bisschen besser gespielt”, kommentierte Radwanska ihre Niederlage.

Mit der Serbin Ana Ivanovic scheiterte die zweite Top-Ten-Spielerin früh. Die als Nummer acht gesetzte ehemalige Weltranglisten-Erste unterlag im Tennis-Grand-Slam-Turnier in New York in Runde zwei der Tschechin Karolina Pliskova 5:7,4:6. Am Vortag war die an Position vier gereihte Polin Agnieszka Radwanska in der zweiten Runde ausgeschieden.

Ein frühes Aus vermeiden konnte Scharapowa gegen die Rumänin Alexandra Dulgheru. Nach einem verlorenen ersten Satz, in dem der Russin 22 unerzwungene Fehler unterliefen, hatten sich einige der Zuschauer im Arthur-Ashe-Stadium innerlich schon auf eine Überraschung vorbereitet, doch die US-Open-Gewinnerin des Jahres 2006 kämpfte sich zurück ins Match und gewann 4:6,6:3,6:2.

Keine Blöße gab sich die Weltranglisten-Zweite Halep beim lockeren 6:2,6:1-Erfolg über die Slowakin Jana Cepelova. “Ich fühle mich sehr gut, dass ich heute so schnell gewinnen konnte, weil es so heiß ist”, sprach die Rumänin die enorme Hitze an der US-Ostküste an. Nicht so recht in ihr Spiel fand bei die US-Amerikanerin Sloane Stepehens. Die Nummer 21 des Feldes musste sich der Schwedin Johanna Larsson 7:5,4:6,2:6 beugen.

Weiter in Topform spielt dagegen die 34-jährige Venus Williams. Die zweifache US-Open-Siegerin aus den USA zog im ersten Match der Night Session durch ein 6:1,6:4 gegen die Schweizerin Timea Bacsinszky in die dritte Runde ein.

Schwester und Topfavoritin Serena Williams fegte ihre Landsfrau Vania King am Donnerstag in nur 56 Minuten 6:1,6:0 vom Platz. In der 3. Runde bekommt es die 17-fache Grand-Slam-Siegerin neuerlich mit einer US-Amerikanerin zu tun. Sie trifft auf Varvara Lepchenko, die die Deutsche Mona Barthel 6:4,6:0 besiegte.

In der dritten Runde bei den Herren steht Stan Wawrinka nach einem 6:3,6:4,3:6,7:6(1)-Erfolg über den Brasilianer Thomas Belucci. Der als Nummer drei gesetzte Schweizer hatte den Linkshänder dabei eine Stunde lang fast nach Belieben im Griff. Im dritten Satz geriet er allerdings in eine kleine Schwächephase und musste diesen abgeben.

Doch nicht nur mit dem Gegner, auch mit den Zuschauern hatte Wawrinka in dieser Phase zu kämpfen. Beim Stand von 5:5 wurden Wawrinka die Zwischenrufe zu viel und er reagierte lautstark. “Halt den Mund!”, schrie der 29-Jährige in Richtung eines Tribünengastes. Auch im vierten Durchgang ging Bellucci 3:1 in Führung, ehe Wawrinka den Tritt langsam wieder fand und zum 3:3 ausgleichen konnte. Schließlich siegte Wawrinka im Tiebreak.

In der dritten Runde trifft der Halbfinalist des vergangenen Jahres auf Überraschungsmann Blaz Kavcic aus Slowenien, der den Franzosen Jeremy Chardy, als Nummer 30 gesetzt, 6:2,7:6(6),6:3 ausbootete. Der Slowene steht nach dem Australian Open 2013 erst zum zweiten Mal in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers.

Der topgesetzte Novak Djokovic qualifizierte sich ohne Probleme für die dritte Runde. Der Weltranglisten-Erste aus Serbien besiegte am Donnerstag in New York den Franzosen Paul-Henri Mathieu 6:1,6:3,6:0. Als nächster Gegner wartet auf den Wimbledon-Sieger der US-Amerikaner Sam Querrey.

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