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China lobt Österreich für Coronavirus-Maßnahmen

China lobte Österreich für seine Coronavirus-Maßnahmen.
China lobte Österreich für seine Coronavirus-Maßnahmen. ©APA/EXPA/ STEFANIE OBERHAUSER
Der chinesische Botschafter in Österreich Li Xiaosi lobt das Vorgehen Österreichs in der Coronakrise. Es werde aber noch ein paar Tage dauern, bis sich die Erfolge abzeichnen würden.

Chinas Botschafter in Österreich, Li Xiaosi, hat die österreichische Strategie gegen die Coronakrise gelobt. Das Land habe "entschiedene Maßnahmen" ergriffen. Das habe Anerkennung und Unterstützung von Experten und der Bevölkerung gefunden. Es werde aber noch ein paar Tage dauern, bis sich Wirkungen abzeichneten, so Xiaosi gegenüber der "Kleinen Zeitung".

Fallzahlen in China deutlich gesunken

China selbst habe zwei Monate früher mit der Bekämpfung von Covid-19 begonnen und inzwischen deutliche Erfolge erzielt, so Xiaosi weiter. "Unsere Erfahrungen sind: schneller Test, Contact Tracing, Bereitstellung von medizinischen Ressourcen, Social Distancing, Wohnkommunen-Mobilisierung", fasste der Botschafter zusammen.

Die Coronavirus-Fallzahlen gingen in China deutlich zurück. Die meisten Neuinfizierten seien derzeit die sogenannten importierten Fälle, konstatierte Xiaosi.

Wirtschaft kommt wieder auf die Beine

Die Auswirkungen der Epidemie auf die Wirtschaft seien zudem nur "vorübergehend, extern bedingt und kontrollierbar". Laut einer Prognose solle sich die Wirtschaft in China im zweiten Quartal deutlich erholen und in der zweiten Jahreshälfte wieder robust wachsen. China sei zuversichtlich und in der Lage, einen doppelten Erfolg bei der Coronavirus-Bekämpfung sowie bei der Wirtschaftsentwicklung zu erzielen, so der Botschafter.

Den Vorwurf, dass China zu Beginn der Krise Informationen unterdrückt habe, wies Xiaosi zurück. In einem von hochentwickelter Informationstechnik geprägten Zeitalter könne die Information schlicht nicht unterdrückt werden. "Die Informationen in China fließen nicht weniger dynamisch als in Europa." Die chinesische Regierung habe von Anfang an stets verantwortungsvolle, entschlossene Maßnahmen ergriffen und mit der WHO und anderen Staaten die Informationen geteilt, sagte Xiaosi. Eine Vertrauenskrise zwischen Europa und China sehe er nicht.

Pandemie ist gefährlich, Infodemie auch

Angesprochen auf das Gerücht, dass das Coronavirus aus einem Biowaffenlabor in Wuhan entkommen sein soll, sagte Xiaosi: "Das ist eine der vielen Verschwörungstheorien, um China zu diffamieren. Ich bewundere die erstaunliche Einbildungskraft solcher Leute, vermisse aber jegliche wissenschaftliche Grundlage dafür. Pandemie ist gefährlich, Infodemie auch!"

Der Ursprung des Virus ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO noch nicht bekannt.

(APA/red)

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