China verschärft Kampf gegen steigende Lebensmittelpreise

Spediteure von frischen Lebensmitteln müssen ab 1. Dezember keine Mautgebühren mehr bezahlen, berichteten Staatsmedien am Montag. Auch die Transportkosten für Düngemittel sollen gesenkt werden.
Die regionalen Verwaltungen müssen zudem die Versorgung mit Kohle und Öl sicherstellen. Sie sollen darüber hinaus “Preise rasch korrigieren und vorübergehend Preiskontrollen für wichtige Waren des täglichen Bedarfs” durchführen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Peking. Die Inflationsrate war im Oktober mit 4,4 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren gestiegen. Preistreiber Nummer eins sind Lebensmittel, die sich binnen eines Jahres um mehr als zehn Prozent verteuerten. Das trifft Hunderte Millionen armer Chinesen, die einen Großteil ihres Geldes für Nahrung ausgeben. Die Staats- und Parteiführung kündigte deshalb vergangene Woche ein Maßnahmenpaket an, das von Razzien gegen Wucherer bis zu Strafen für das Horten von Lebensmitteln reicht. Steigende Reispreise hatten 1989 zu den massiven Protesten gegen die Regierung beigetragen, die schließlich blutig niedergeschlagen wurden.

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