China testet per Anal-Abstrich auf Coronavirus

Es werden aber auch weiterhin normale Nasen- und Rachenabstriche durchgeführt.
Es werden aber auch weiterhin normale Nasen- und Rachenabstriche durchgeführt. ©APA/DPA/Karl-Josef Hildenbrand
In China wird das Coronavirus mittlerweile auch mittels Anal-Abstrich nachgewiesen. Die Testmethode sei effizienter, aber nicht sehr "angenehm". Die Bevölkerung reagierte im Internet mit Humor.

Die chinesischen Behörden nehmen Corona-Tests nun auch per Anal-Abstrich vor. Diese Methode könne "die Nachweisrate bei infizierten Personen erhöhen", da das Virus im Anus länger nachweisbar sei als in den Atemwegen, sagte Li Tongzeng, ein leitender Arzt des You'an Krankenhauses in Peking, dem staatlichen Fernsehsender CCTV. Dem Sender zufolge wird jedoch weiterhin großteils per Rachen- und Nasen-Abstrich getestet, da die Anal-Methode nicht sehr "angenehm" sei.

Anal-Abstrich bei hohem Risiko

Der Anal-Abstrich kommt demnach vor allem bei Menschen, bei denen ein hohes Risiko einer Coronavirus-Infektion besteht, zum Einsatz. Vergangene Woche war dies laut CCTV bei Bewohnern mehrerer Viertel Pekings mit bestätigten Corona-Infektionen der Fall. Auch Bürger in Quarantäne wurden demnach auf diese Weise getestet.

In den vergangenen Wochen wurden wegen vereinzelter kleiner Ausbrüche mehrere Städte im Norden Chinas abgeriegelt und Massentests vorgenommen. Wegen der weltweit steigenden Infektionszahlen hat China zudem seine Einreiseregeln verschärft. Alle Reisenden müssen bei ihrer Ankunft mehrere negative Test-Ergebnisse vorweisen und sich mindestens 14 Tage in Quarantäne begeben.

Internetnutzer reagierten mit Humor

Die Internetnutzer reagierten mit schwarzem Humor auf das neue Test-Vorgehen. "Ich habe zwei Anal-Abstriche gemacht, jedes Mal musste ich danach einen Rachen-Abstrich machen - ich hatte solche Angst, dass die Krankenschwester vergisst, ein neues Stäbchen zu benutzen", scherzte ein Nutzer auf der Plattform Weibo.

(APA/red)

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • China testet per Anal-Abstrich auf Coronavirus
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen