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Caritas: Facebook-Aktion für Flüchtlinge brachte 1,5 Mio. Euro

Die Caritas sammelte Spenden für Flüchtlinge in Griechenland.
Die Caritas sammelte Spenden für Flüchtlinge in Griechenland. ©APA/AFP/LOUISA GOULIAMAKI
Ein Spendenaufruf der Caritas für Flüchtlinge auf Griechenland brachte auf Facebook eine Summe von rund 1,5 Millionen Euro. Damit ist es der bisher erfolgreichste Facebook-Spendenaufruf Österreichs.

Im Rahmen eines Anfang März gestarteten Spendenaufrufes der Caritas für Flüchtlinge in Griechenland und am Balkan wurden über 1,5 Millionen Euro gesammelt. Das sei die bisher größte Facebook-Spendenaktion Österreichs, teilte die Caritas am Donnerstag in einer Aussendung mit. Gerade jetzt würden diese Mittel dringend gebraucht.

Keine Covid-19-Fälle aus Flüchtlingscamps

Schon vor der Coronavirus-Pandemie seien die Zustände in vielen Flüchtlingscamps, vor allem auf den griechischen Inseln, "äußerst kritisch und menschenunwürdig" gewesen, nun seien sie "besonders alarmierend". Bisher wurden zwar noch keine Covid-19-Fälle aus den Flüchtlingscamps gemeldet, doch die Angst davor ist groß, sind doch viele von ihnen heillos überfüllt und verfügen weder über ausreichende sanitäre noch medizinische Einrichtungen.

Das Spendenergebnis zeige, "wie groß die Solidarität der in Österreich lebenden Menschen ist und dass sie über die Grenzen unseres Landes hinausgeht", freute sich Andreas Knapp, Generalsekretär für Internationale Programme der Caritas Österreich. Mit den Spendengeldern soll nun einerseits Akuthilfe organisiert werden, andererseits wolle man die Flüchtlingshilfe Griechenland und überregional schrittweise ausbauen.

Kooperation mit Ärzte ohne Grenzen

Vor dem Hintergrund der Coronakrise startete die Caritas Österreich eine Kooperation mit der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF). Insgesamt wurden 100.000 Euro zur Verfügung gestellt, die im Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Samos zur Verbesserung der Wasser-, Sanitär-, und Hygienebedingungen eingesetzt werden. Als Notfallmaßnahme stellt MSF den Menschen täglich 60.000 Liter Wasser zusätzlich zur Verfügung und baut auch außerhalb der offiziellen Lagergrenzen, wo ein Großteil der Flüchtlingsbevölkerung lebt, Sanitäranlagen, erklärte Laura Leyser, Geschäftsführerin von Ärzte ohne Grenzen Österreich.

(APA/red)

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