Cafe Ritter öffnet wieder seine Pforten

Im Ritter soll (fast) alles beim Alten bleiben.
Im Ritter soll (fast) alles beim Alten bleiben. ©APA/Holzer
Nachdem das Traditionskaffehaus in Mariahilf in großen Schwierigkeiten war, wird es nun unter der Ägide seines neuen Besitzers weitergeführt. Das Flair soll dabei erhalten bleiben, renoviert wird bei laufendem Betrieb.
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Nachdem die letzte Hürde genommen, das heißt, keinerlei rechtliche Mittel gegen die Übernahme ergriffen wurden, kann der Betrieb des Cafe Ritter unter Harald Holzer mit 01. März 2010 wie geplant beginnen.

“Wir sind dabei, alles vorhandene genau zu sichten und zu evaluieren”, so der neue BesitzerHarald Holzer – kein Unbekannter, ist er doch bereits Eigentümer bzw. Lizenznehmer mehrerer Kaffehäuser in der Bundeshauptstadt. Für das Cafe Ritter plant er eine sanfte Renovierung über die kommenden Monate.

Die Öffnungszeiten und das Angebot bleiben zunächst unverändert, und auch sonst bleibt zumindest derweil alles beim Alten. “Das Flair und die Atmosphäre müssen unbedingt erhalten bleiben”, betont Holzer, sagt aber auch, dass eine Renovierung dringend nötig ist. Diese wird allerdings nicht von heute auf morgen geschehen; das Ziel ist, alle Umbauten und Revitalisierungsmaßnahmen im Sommer beendet zu haben.

Räumungsklage noch nicht zurückgezogen

Der mancherorts erwähnte “schmuddelige” Eindruck müsse weg, der Kaffee solle besser werden, aber die Pluspunkte sollen natürlich bleiben – ein wunderschönes Kaffeehaus mit alter Tradition im Herzen von Mariahilf, mit einer guten Speisekarte und hausgemachten Mehlspeisen sowie einer großen Auswahl an nationalen und internationalen Tageszeitungen.

Nicht ganz ausgestanden ist der Rechtsstreit mit dem Hauseigentümer. Schließlich war man bezüglich der Mieterhöhung unterschiedlicher Meinung, und so waren in den vergangenen Jahren enorme Mietrückstände entstanden. Der Hauseigentümer hatte daraufhin eine Räumungsklage eingebracht. Zwar sind die Mietrückstände inzwischen beglichen, die Räumungsklage ist aber noch anhängig und nicht zurückgezogen worden.

Holzer gibt sich dennoch optimistisch, steht das Café doch unter Denkmalschutz: “Wir freuen uns, ein altes Stück Wien weiterführen zu dürfen”, so Holzer und spricht wohl vielen Freunden der Wiener Kaffeehauskultur aus der Seele.

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