"Café Modern": Glanzvoller Abend beim 61. Wiener Kaffeesiederball in der Hofburg

Beim 61. Kaffeesiederball wurde glanzvoll durch den Abend gefeiert
Beim 61. Kaffeesiederball wurde glanzvoll durch den Abend gefeiert ©leisure.at/Christian Jobst
Am Donnerstag verbrachten rund 4.000 Gäste aus 20 Nationen beim 61. Wiener Kaffeesiederball unter dem Motto "Café Modern: gestern - heute - morgen" eine glanzvolle Ballnacht in der Wiener Hofburg. Hier finden Sie alle Bilder des Traditionsballs.
Beim 61. Wiener Kaffeesiederball

Mit einem frischen, eleganten und schwungvollen Design in den Farben Gold, Weiß und Pink präsentierte sich der Wiener Kaffeesiederball in der Hofburg Vienna am Donnerstag vor rund 4.000 Gästen aus 20 Nationen – unter anderem sogar aus Neuseeland.

Unter dem Motto”Café Modern: gestern – heute – morgen“ setzte Christof Cremer als künstlerischer Leiter ein Zeichen für die Zeitlosigkeit und den Zeitgeist der Wiener Kaffeehauskultur, die heuer ihr 335-jähriges Jubiläum feiert. Zwei rote Fäden zogen sich durch die feierliche Eröffnung des zweitgrößten Balls des Landes: Die Zeit der Wiener Moderne und deren Brückenschlag in das Heute und Morgen sowie das Motiv der Erotik. Zwei Erzählstränge, die sich auch in der Wiener Kaffeehauskultur wiederfinden: Die Liebe zum Kaffee und die Erotik des Kaffeegenusses.

4.000 Besucher aus 20 Nationen beim 61. Wiener Kaffeesiederball

“Kaffee belebt die Menschen, die wiederum die Wirtschaft nach vorne bringen. Deswegen hat das Kaffeehaus auch wirtschaftspolitisch einen hohen Stellenwert in Gastronomie, Tourismus und nationaler Wertschöpfung. Die bevorstehende EU-Ratspräsidentschaft wird Wien als Mittelpunkt der europäischen Kaffeekultur unter ein neues Licht stellen”, so WKO-Präsident Christoph Leitl.

“Die höchste Form der Muße ist es, ein Fest zu feiern. Viele Kaffeesieder leben die Tradition der Gastfreundschaft bereits in dritter Generation und sind ein leuchtendes Zeichen für die Zeitlosigkeit der Kaffeehauskultur im gesellschaftlichen Wandel. Das diesjährige Ballmotto unterstreicht die enge Verbindung zwischen Kultur und dem Wiener Kaffeehaus, die das Café nicht nur zum immateriellen UNESCO Weltkulturerbe, sondern auch zu einer einzigartigen, 335-jährigen Erfolgsgeschichte macht”, begrüßt Ballorganisatorin Anna Karnitscher.

“Das Wiener Kaffeehaus steht für kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt, die sich in der Individualität der Kaffeesieder widerspiegelt. Als Ort des Austauschs und der Egalität unter den Gästen ist das Wiener Kaffeehaus ein Zukunftsmodell: Hier treffen Menschen im schnelllebigen Digitalzeitalter real aufeinander und finden den Raum und die Zeit für Gespräche, die verbinden”, sagt Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer-Präsidentin Christina Hummel.

“Das Wiener Kaffeehaus ist Entstehungsort und Schauplatz kultureller Entwicklungen, die Wien prägen und auf der ganzen Welt Anklang finden. Der Wiener Kaffeesiederball lässt diese enge Verbindung hochleben und feiert die Freude an der Gastfreundschaft, die Menschen aus der ganzen Welt anzieht und begeistert. Damit ist es genauso wie die Künste ein strahlender Botschafter für die Stadt”, betont Christof Cremer, künstlerischer Leiter des Wiener Kaffeesiederballs.

Glanzvolle Eröffnung durch das Wiener Staatsopernballett

Das diesjährige Ballmotto interpretierte bei der glanzvollen Eröffnung die Vereinigung Wiener Staatsopernballett zu Maurice Ravels „Bolero“ in einer Bearbeitung von Béla Fischer und Choreografie von Lukas Gaudernak. Als Solisten beeindruckten Rebecca Horner und Eno Peci, beide Solisten des Wiener Staatsballetts.

Dass sie nicht nur privat ein Liebespaar, sondern auch auf der Bühne ein umwerfendes Paar sind, bewiesen Sopranistin Rebecca Nelsen und Tenor Eric Stokloßa: Mit „Lippen schweigen“ aus der Operette „Die lustige Witwe“ von Franz Lehar spannten die beiden damit den Bogen zur Wiener Moderne.

Die Mitternachtseinlage bestritten die österreichische Soul-Göttin Tini Kainrath, die ein langjähriges Mitglied der Kaffeesiederfamilie ist, und der US-amerikanische Sänger, Performer und Songwriter Percival Duke.

Durchgehendes Tanzvergnügen im “Strictly Ballroom”

Eingefleischte Ballfans kamen im “Strictly Ballroom” voll auf ihre Kosten, der heuer erstmalig zum durchgehenden Tanzvergnügen bei Live-Musik lud und vom Publikum regelrecht gestürmt wurde. Insgesamt elf Bands und Orchester sorgten für eine schwungvolle Ballnacht, die musikalisch keine Wünsche offenließ. Einer der Höhepunkte zu später Stunde waren „The Bad Powells“, die mit ihrer schrägen Show die Michaelerkuppel fast abheben ließen.

Für erfrischende Momente in der Hitze der Ballnacht sorgte der Julius Meinl Kunstfächer, der auch heuer wieder in Zusammenarbeit mit der Galerie Hilger und dem österreichischen Künstler Jakob Kirchmayr entstand. Mit dem Schriftzug „We Danced. And We Danced Close“ referenziert Kirchmayr das Ballmotto der Erotik und Inspiration, das sich im Tanz ebenso wie beim Kaffeegenuss findet.

Die Farbe Pink unterstreicht auch das diesjährige Charity-Engagement des beliebten Balls, der die Pink Ribbon Initiative der Österreichischen Krebshilfe unterstützt.

>> Weitere Infos zu den Bällen in der Stadt

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