Bulle Janko zeigte sich bei Frühjahrsauftakt in EM-Form

Beim gelungenen Frühjahrsauftakt der Red Bulls bewies Marc Janko eine starke Leistung. Janko empfahl sich dadurch nicht nur bei Salzburg-Coach Giovanni Trappattoni sondern auch bei ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger.

Besser hätte der Start ins Frühjahr für Fußball-Bundesligist Red Bull Salzburg nicht laufen können. Die Mozartstädter fuhren am Freitagabend ausgerechnet gegen “Angstgegner” Mattersburg auf heimischem Kunstrasen mit einem 4:0 (2:0) den höchsten Saisonsieg ein und untermauerten damit ihren Anspruch, den Meistertitel erfolgreich zu verteidigen.

EM-Hoffnung Marc Janko gab mit einer starken Leistung und dem Führungstreffer zum 1:0 (11.) seine Visitenkarte ab. Der 24-Jährige empfahl sich damit nicht nur Salzburg-Coach Giovanni Trapattoni für weitere Einsätze, sondern im Hinblick auf die EURO auch ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger.

Schützenhilfe im Kampf ums EM-Leiberl erhielt der Österreicher von Sturmpartner Alexander Zickler. “Wenn er weiterhin solche Leistungen bringt, kann ihn Hickersberger nicht übersehen”, meinte der Deutsche, der gemeinsam mit Janko gegen Mattersburg ein dynamisches Duo gebildet hatte. Die rot-weiß-rote EM-Hoffnung bleibt aber auf dem Boden: “Nach dem ersten Spiel kann man keine Bewertung abgeben. Für das Team braucht es mehr solcher Leistungen. Die EM ist das große Ziel, aber ich möchte mich nicht verrückt machen lassen.”

Dabei hatten einige den Stürmer bereits abgeschrieben, nachdem er sich bei seinem Comeback im Frühjahr 2007 gegen den GAK erneut verletzt hatte und 258 Tage bis zum 9. November 2007 hatte pausieren müssen. “So eine Pechsträhne hat man nur einmal im Leben. Ich hatte gegen Mattersburg keine Angst vor einer Verletzung”, betonte Janko.

Mit dem standesgemäßen Erfolg über Mattersburg haben “seine” Bullen im Kampf um die Meisterschaft vorgelegt und vorübergehend die Tabellenführung übernommen: “Wenn wir so weiterspielen, dann können wir auch die restlichen zwölf Spiele gewinnen”, zeigte sich Janko zuversichtlich, dass der Meisterteller eine weiteres Jahr in Wals-Siezenheim bleibt. In die gleiche Kerbe schlug Alex Zickler: “Es wäre vermessen zu sagen, dass wir jetzt alle weiteren zwölf Spiele gewinnen. Aber es wäre möglich.”

Das 4:0 über die Burgenländer markierte auch einen gelungen Auftakt für Giovanni Trapattonis Abschiedstournee – der Salzburg-Coach wird die “Bullen” nach Saisonende in Richtung Irland verlassen. “Wenn wir mit dieser Mentalität weiterspielen, wird es mit dem Titel klappen”, meinte Trapattoni. Was der Italiener Mentalität nennt, heißt für Salzburg-Kapitän Niko Kovac Einsatz. “Wir haben 90 Minuten dominiert, keine Chancen zugelassen und vor allem gezeigt, dass es nur mit Einsatz gehen kann”, analysierte der Kroate und verkündete selbstsicher: “Wir haben eine Duftmarke gesetzt. Nun stehen wir an der ersten Stelle und da wollen wir auch bleiben.”

Während man in Salzburg nach der ersten Frühjahrspartie von der erfolgreichen Titelverteidigung träumt, ist in Mattersburg Fehleranalyse angesagt: “Es waren dumme Gegentore, teils dilettantische Fehler. Wir werden das Spiel analysieren”, meinte Coach Franz Lederer. “Wir müssen uns am Riemen reißen und in den kommenden Spielen anders präsentieren. Jeder Spieler muss sich an der eigenen Nase nehmen”, appellierte Kapitän Didi Kühbauer an die Mannschaft.

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