Budapester mit Ö-Bim unzufrieden

Die „Combino“-Straßenbahnzüge, die in Wien für die Budapester Verkehrsbetriebe montiert wurden, sollen im Falle eines Betriebsausfalles an Siemens zurückgeschickt werden, droht der Budapester Bürgermeister Gabor Demszky.

Wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtete, sei der Stadtrat entschlossen, auch rechtliche Schritte wegen einer Pannenserie bei den Siemens-Straßenbahnen einzuleiten.

Nachdem Siemens Anfang August noch von geringfügigen technischen Störungen und notwendigen „Nachjustierungen“ gesprochen hatte, scheint es nun doch gröbere Probleme zu geben – bei einigen Zügen sollen die Antriebskomponenten ausgetauscht werden.

„Wir haben nicht damit gerechnet, dass die bei einem der größten Unternehmen der Welt bestellten Straßenbahnen reihenweise aus dem Verkehr gezogen werden müssen“, kritisierte Demszky.

Die Budapester Verkehrsbetriebe würden täglich über neue Fehler bei den „Combino“-Trams informiert, „mit jeweils anderer Begründung“. Es bedürfe keiner Erklärungen mehr, sondern funktionstüchtiger Straßenbahnen. Wenn Siemens diese nicht garantieren könne, soll der Konzern die Trams zurücknehmen und der Stadt Budapest den Kaufpreis zurückzahlen, so der Oberbürgermeister.

Die ungarische Hauptstadt hat insgesamt 40 „Combinos“ zum Stückpreis von rund drei Mio. Euro bestellt. Bisher wurden 17 Züge geliefert, von denen zehn vom Käufer abgenommen wurden. Nach einem Testbetrieb auf dem Großen Ring in Budapest nahm die Pannenserie ihren Lauf, von der Türen, Bremsen und nun mit Antriebskomponente betroffen sein sollen.

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