Börsen rutschen wegen Griechenland ins Minus

Die Börsen in Asien und Australien sind wegen neuer schlechter Nachrichten aus Griechenland ins Minus gerutscht.
Griechenland verfehlt Sparziele

Euro fällt in Asien auf Acht-Monats-Tief

Der Euro ist am Montag im fernöstlichen Handel wegen der Furcht vor einer Eskalation der Schuldenkrise auf den tiefsten Stand seit acht Monaten gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,3322 Dollar nach einem New Yorker Schlusskurs von 1,3384 Dollar am Freitag. Händler und Analysten sagten, der Euro werde wohl in den kommenden Tagen weiter an Boden verlieren, da die Euro-Zone in der Krise gespalten sei und die Gefahr eines griechischen Zahlungsausfalls größer als je zuvor sei.

“Einige Märkte haben diese Möglichkeit bereits eingepreist, aber es sieht so aus, als ob der Euro in diesem Fall noch ein ganzes Stück Weg nach unten vor sich hat”, sagte Teppei Ino von der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ. Griechenland räumte am Sonntag ein, die mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Defizitziele zu verpassen.

Ein Dollar kostete 76,98 Yen und ein Euro 102,58 Yen. Der Schweizer Franken lag bei 0,9109 Franken je Dollar und bei 1,2143 Franken je Euro.

Athen verfehlt Sparziele

Die Regierung in Athen hatte am Sonntagabend eingestanden, dass sie ihre Sparziele in diesem Jahr verfehlen wird. Sie rechnet für 2011 mit einem Budgetdefizit von 8,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Ursprünglich hatte sich Griechenland verpflichtet, das Defizit in diesem Jahr auf 7,6 Prozent zu drücken.

Experten der sogenannten Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Union (EU) und Europäischer Zentralbank (EZB) prüfen derzeit in Athen, inwieweit die Regierung ihre Sparversprechen umsetzt. Die Experten müssen Athen ein gutes Zeugnis ausstellen, damit die nächste Rate an Hilfskrediten in der Höhe von acht Milliarden Euro fließen kann. Ohne die neuen Milliarden-Hilfen wäre Griechenland innerhalb weniger Wochen pleite.

(APA)

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