Brennerbasistunnel: Platter glaubt weiter an Baubeginn 2011

Am Montag habe der Aufsichtsrat der Europäischen Brenner Basistunnel Gesellschaft (BBT SE) den sogenannten "Bergmeister-Plan" genehmigt, berichtete Platter in der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung am Dienstag.
Der Plan sieht vor, dass im Herbst 2011 mit den Arbeiten am Hauptstollen begonnen wird. Jetzt brauche es noch einen Ministerratsbeschluss, der laut Platter “bald” kommen soll. Es werde sich nicht um Monate und nicht um Wochen handeln, sondern Tage, gab sich Tirols Landeshauptmann optimistisch.

Konrad Bergmeister, Chef der BBT SE, legte im Mai dieses Jahres eine “reduzierte Variante” für den Bau des BBT vor, den sogenannten “Bergmeister-Plan”. Er beinhaltet eine bestimmte Verzögerung von zwei bis drei Jahren, gewisse Projekte würden bis 2014 hinausgeschoben, was auch eine Kostenreduktion von 800 Mio. Euro mit sich bringen soll. Die Fertigstellung des BBT würde sich dadurch allerdings auch nach hinten verschieben – von ursprünglich 2022 auf 2024 bis 2025.

Der 55 Kilometer lange Brennerbasistunnel ist das Kernelement des Korridorabschnitts von München bis Verona. Die Gesamtkosten werden mit Preisbasis vom 1.1.2009 mit 8 Mrd. Euro beziffert. Die Kosten für den Haupttunnel übernimmt zu einem Drittel die EU. Die übrigen Ausgaben sollen sich Österreich und Italien zu je 50 Prozent teilen, wobei Italien die notwendigen Mittel bereits zugesichert hat. Das interministerielle Komitee für die Wirtschaftsplanung (CIPE) segnete 4,6 Mrd. Euro für den BBT und 1,6 Mrd. Euro für die Zulaufstrecke Waidbruck-Franzensfeste ab.

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