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Bregenzer Festspiele präsentieren geballte Portion moderne Musik

Bregenz - "Kunst aus der Zeit" (KAZ), die zeitgenössische Programmschiene der Bregenzer Festspiele, wartet heuer mit 25 höchst verschiedenen und originellen Veranstaltungen auf, so vielen wie noch nie.

Mit modernem Musiktheater, Konzerten, Schauspiel und Performances sowie dem Projekt “My Musig”, das sich mit den regionalen Klängen Vorarlbergs beschäftigt, verpassen sich die Bregenzer Festspiele einen Frische-Kick. Im Mittelpunkt stehen laut der künstlerischen Leiterin Laura Berman Musikhören und Musizieren als Genuss mit allen Sinnen.

Zum KAZ-Start am 25. Juli wird ganz Bregenz zur Bühne: Für die Open-Air-Komposition “Processional” von Moritz Eggert marschieren drei regionale Blaskapellen musizierend durch die Vorarlberger Landeshauptstadt auf das Festspielhaus zu, “gerufen” von den Blechbläsern der Wiener Symphoniker. Am Ende spielen alle 160 Musiker gemeinsam.

Am selben Abend feiert Benedict Masons “Where we sing is where we left” seine Uraufführung. Das KAZ-Auftragswerk beschäftigt sich mit der Frage nach der Musik in Zeiten der Globalisierung. Gemeinsam mit regionalen Musikern hat Mason eine Klangpalette verschiedenster Stile kreiert, aufgeführt von einem Ensemble mit Spezialisten für ethnische Musik, Jazz, Klassik und Improvisation. Zum Einsatz kommen etwa Ocarinas, Tuba, Alphorn, Hackbrett und Persische Ney. Ebenfalls zu “My Musig” gehört die Uraufführung der Konzertinstallation “Lawine, Wald und Stubenmusi”, bei der sogar Flusssteine, Lawinengrollen, Äste, Glocken und solarbetriebene Saiteninstrumente erklingen.

Einen Doppelabend Harrison Birtwistle kann man am 31. Juli und 1. August mit “The Corridor” und “Semper Dowland” auf der Werkstattbühne des Festspielhauses in einer Österreichischen Erstaufführung genießen. Ebenfalls eine Österreichische Erstaufführung ist “Anaesthesia”, ein Pasticcio zum 250. Todestag von Händel. Unter der Leitung von Regisseurin Nicola Hümpel kreuzen “Franui” und das Ensemble “Nico and the Navigators” durch das umfangreiche Händel-Werk und erzeugen daraus ihre ganz eigene, berauschende Klangwelt.

Ganz dem Motto der heurigen Bregenzer Festspiele “Sinn und Sinnlichkeit” hat sich ein Projekt im Bregenzer Kulturetablissement “Freudenhaus” von Annette Raschner und Brigitta Soraperra verschrieben. “Liebesdienste” ist ein Theaterabend, der sich dem Thema Sexarbeit in Vorarlberg widmet. Es handle sich um “pseudodokumentarisches Theater”, so Soraperra. Die Figuren und ihre Geschichten wurden aus Interviews mit Prostituierten, Polizisten und Therapeuten erarbeitet. Premiere ist am 13. August.

Für David Pountney, Intendant der Bregenzer Festspiele, ist eine zeitgenössische Schiene “kein Extra oder Nebenprogramm” sondern “lebensnotwendig” für das Festival. KAZ sei daher in Hinblick auf die “Aida”-Seebühnen-Produktion “the other end of the rainbow”. Das Publikum solle auf Entdeckungsreise gehen können. Man wolle Zeitgenössisches “offen und zugänglich” machen, “auch wenn wir schwierige Sachen präsentieren”, so der Intendant.

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