Bregenzer Festspiele: Offenbar keine weitere Amtszeit für Rhomberg

Bregenz - Der Präsident der Bregenzer Festspiele, Günter Rhomberg, wird nach dem Ende seiner Amtsperiode im Jahr 2012 offenbar für keine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen.

Das habe Rhomberg bereits nach seiner bisher letzten Bestellung so gesagt, bestätigte der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart (V) der APA am Dienstag einen entsprechenden Bericht von ORF Radio Vorarlberg. Rhomberg selbst dementierte gegenüber dem Rundfunk, jemals eine solche Aussage öffentlich gemacht zu haben. Für die APA war Rhomberg vorerst nicht erreichbar.

Linhart sprach von “keiner Überraschung und keiner Neuigkeit”. Es sei ja auch dem Alter des Festspielpräsidenten gemäß Statut das Limit von 75 Jahren gesetzt – Rhomberg aber wird im nächsten Jahr 74. Es sei der Abgang von Rhomberg bedauerlich, “weil der Erfolg der Bregenzer Festspiele eng mit der Person von Günter Rhomberg verknüpft ist”. Rhomberg ist bereits seit 1981 Bregenzer Festspielpräsident.

Der ehemalige Textilmanager Rhomberg war aufgrund der Verwirrung rund um die Bestellung des nächsten Intendanten der Festspiele in den vergangenen Tagen in die Schlagzeilen geraten. Zunächst hatte er bekanntgegeben, dass der 2013 auslaufende Vertrag des Briten David Pountney nicht verlängert werden soll. Wenig später wurde die Lösung gefunden, dass Pountney zwar auch 2014 noch Festivalleiter sein wird, für die Zeit danach gilt es aber einen neuen Intendanten zu finden. Gesprächstermine mit Bewerbern wurden bereits vereinbart.

Bestimmt wird der Nachfolger von Rhomberg vom achtköpfigen Stiftungsbeirat der Bregenzer Festspiele Privatstiftung. Jeder der Stifter – der Verein der Freunde der Bregenzer Festspiele, die Republik Österreich, das Land Vorarlberg und die Stadt Bregenz – besetzt zwei Positionen im Beirat. Dieses Gremium muss sich auf die Zusammensetzung des Stiftungsvorstands verständigen, der aus drei Personen besteht. Der Stiftungsvorstand selbst legt sich anschließend auf einen Vorsitzenden fest – den Festspielpräsidenten. Als Favorit gilt Hans-Peter Metzler, seit 2006 Festspiel-Vizepräsident.

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