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Bregenzer Festspiele: "Friedliches Europa" als Ziel

Bregenz - Festspielpräsident Rhomberg nahm in seiner Rede Bezug auf die beiden Großereignisse auf der Seebühne im Vorfeld der Festspiele, die James-Bond-Dreharbeiten und das Public Viewing zur Fußball-EM. Eröffnung          

Dadurch seien die Festspiele und die ganze Region “in ein nahezu weltweites Visier gelangt”, ein “unerwarteter zusätzlicher Nutzen”, so Rhomberg. Was in den beiden Szenarien geboten wurde, könne auch als eine “mediale Variante des von uns gebotenen großen Musiktheaters” interpretiert werden. Man befinde sich an einem Punkt, von dem aus sich eine “neue Eigendynamik der Seeaufführungen” entwickeln könne, so Rhomberg und verwies auf Verdis “Aida”, die nächste Spiel auf dem See-Produktion im kommenden Jahr.

Das Motto des diesjährigen Festspielsommers “Macht und Musik” beziehe sich auf den Ernst-Krenek-Schwerpunkt. Rhomberg würdigte den 1900 geborenen Künstler als einen der bedeutendsten österreichischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Kreneks Oper “Karl V.” behandle die damals und heute hochaktuelle Frage einer möglichen friedlichen Vereinigung der europäischen Länder. “Karl V. scheiterte nach seiner eigenen Einschätzung an diesem Projekt. 500 Jahre später müssen wir uns die Frage stellen, wie sich ein weiterhin uneiniges Europa einer globalisierten Welt gegenüber positionieren wird können”, so der Festspielpräsident. Dies mache das Bemühen der Festspiele deutlich, sich auch zeitnahen Themen zuzuwenden.

Kulturministerin Schmied stellte das “Projekt Europa” in den Mittelpunkt ihrer Rede. “Die Europäische Union, die freiwillige und bewusste Verbindung von 27 Ländern, entspricht der Vision eines Ernst Krenek. Sie ist die einzig sinnvolle Antwort auf die Geschichte Europas vom 16. Jahrhundert des Karl des V. bis zu jener der 1930er- und 1940er-Jahre”, betonte Schmied. Die Europäische Union sei die Grundvoraussetzung für eine friedliche Weiterentwicklung des Kontinents.

Wenn man als Politiker Karl V. in Kreneks Oper zuhöre, lerne man, dass niemand von oben und alleine ein politisches Projekt einer Größenordnung wie jener der Einheit Europas verwirklichen könne. Den Bürgern aber beweise das Stück, “dass es keine Alternative zum Europa des Friedens gibt”, unterstrich Schmied. Im Gegensatz zu Karl V. könnten wir Bürger Europas nicht abdanken: “Wir müssen alle Mühen auf uns nehmen, um das Projekt Europäische Union noch mehr als bisher mit Leben zu erfüllen”, sagte Schmied.

Bei den Bregenzer Festspielen bekomme man einen Einblick, “was Europa sein kann: Künstler aus allen Ländern arbeiten mit einem internationalen Publikum. Die Welt trifft sich in Bregenz und bewundert mit Respekt die Leistungen der Darsteller”, sagte die Ministerin. Die Bregenzer Festspiele würden auch in diesem Sommer zu einem großen europäischen Kultur-Ereignis, zeigte sich Schmied überzeugt.

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