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Bosnien: Slowenische Botschafterin muss gehen

Nach Vorwürfen, sie habe in Bosnien-Herzegowina betrunken einen Autounfall mit einem Schwerverletzten verursacht, muss die slowenische Botschafterin in Sarajevo, Natasa Vodusek, ihren Posten räumen.

Staatspräsident Danilo Türk verfügte am Freitag die Abberufung der Diplomatin, die am gestrigen Donnerstag von der Regierung in Ljubljana beschlossen worden war. Der Vorfall hatte zu heftigen Protesten in Bosnien-Herzegowina geführt, weil Vodusek wegen ihrer diplomatischen Immunität nicht belangt werden konnte.

Vodusek war am 13. Oktober in Sarajevo in einen Autounfall verwickelt. Medienberichten zufolge lenkte sie in stark alkoholisiertem Zustand und stieß dabei mit dem Wagen eines bosnischen Staatsbürgers zusammen. Der Mann erlitt schwere Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen. Vodusek bestritt Polizeiangaben, sie habe 1,84 Promille Alkohol im Blut gehabt. Es sei überhaupt kein Alko-Test durchgeführt worden, sagte sie.

Die slowenische Regierung betonte nun, dass ihre Abberufung kein Schuldeingeständnis sei. Außenminister Samuel Zbogar lobte die diplomatische Tätigkeit Voduseks sogar als “sehr erfolgreich”. Man habe sie aber zurückbeordern müssen, “weil wegen des Falls Vodusek die Tätigkeit der Botschaft erschwert war”. Staatspräsident Danilo Türk forderte in diesem Zusammenhang eine Änderung des slowenischen Außenministeriumsgesetzes, damit in solchen Fällen die diplomatische Immunität rasch aufgehoben werden könne. “Es geht um das Ansehen Sloweniens”, betonte er.

In Bosnien war der Unfall auch zum Politikum geworden. Die Sozialdemokraten (SDP) hatten die Regierung nämlich aufgerufen, von Ljubljana die sofortige Abberufung Voduseks zu verlangen. Besonders kritisiert wurde, dass Vodusek keinerlei Bedauern über den Vorfall gezeigt habe.

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