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Boni schaffte mit Capitals den Wandel zum Titelkandidaten

Coach Boni brachte die Capitals wieder in Schwung
Coach Boni brachte die Capitals wieder in Schwung
Unter Jim Boni laufen die Vienna Capitals wieder zur Höchstform auf. Am 23. Februar übernahm der 51-Jährige das damals strauchelnde Team am Tabellenende der Platzierungsrunde. 36 Tage später durfte Boni mit den "Caps" nach einem 2:1 n.V. in Linz über den Einzug in die Finalserie der EBEL jubeln. Die Fans der Wiener hoffen nun auf das zweite Meisterstück unter dem Italo-Kanadier.


Unter Boni holten die Capitals im April 2005 in einem nervenaufreibenden Duell mit dem KAC erstmals seit 43 Jahren wieder die Meisterschaft nach Wien. Zehn Jahre später baut sich Salzburg als Hürde auf. Ein Finale zwischen den Hauptstädtern und den “Bullen” hat es noch nie gegeben. “Salzburg ist eine große Aufgabe”, war sich Rafael Rotter, der Siegtorschütze von Linz, bewusst.

Im Play-off trafen die beiden Clubs bisher sechsmal jeweils im Halbfinale aufeinander. Salzburg entschied fünf Serien (2006, 2007, 2008, 2009, 2011) für sich, ehe die Capitals 2013 über die Mozartstädter ins Endspiel vorstießen. Dort gab es gegen den KAC (0:4) aber nichts zu holen. Unter dem ehemaligen Meistermacher Boni soll heuer aber alles anders sein. Spiel eins des Finales startet am Dienstag nach Ostern (7. April/19.30) in Salzburg.

“So ein Play-off-Start ist auch ein Neubeginn”, hatte Boni bei seinem Amtsantritt gesagt. Der nach einer Auszeit voller Tatendrang nach Österreich zurückgekehrte Ex-ÖEHV-Teamchef sollte recht behalten. Im Viertelfinale gingen die Auftaktspiele gegen Fehervar zunächst verloren, nach einer Aussprache fanden die Wiener aber in die Spur und verwandelten sich vom Team mit Verlierer-Image zu einem Titelkandidaten.

Der jüngste Erfolg am Dienstagabend war der achte in den vergangenen neun Play-off-Partien. An Kraft scheint es den Capitals nicht zu mangeln. Linz wirkte nach einer neuerlich hart geführten Partie spätestens in der Overtime körperlich am Ende, Wiens “local hero” Rotter stocherte den Puck nach 7:26 Minuten ins Netz. Die mitgereisten Fans feierten die Sieger und ihren Trainer danach noch lange.

Boni lobte vor allem Goalie Matt Zaba (“ein ganz wichtiger Faktor”) und einmal mehr den unbändigen Willen des Teams. “Da sieht man, was entstehen kann, wenn 22 Mann nie aufgeben und immer an den Erfolg glauben. Diese Mannschaft ist charakterlich top”, betonte Boni, ehe er sich zur Feier des Tages ein paar Bier genehmigen wollte. Er gab seinen Cracks bis Freitag frei, ehe die Vorbereitung auf Salzburg beginnt. Der ÖEHV-Meister hatte sich bereits am Sonntag mit einem “sweep” (4:0) gegen den KAC für die Finalserie qualifiziert.

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