Bombenattrappe: Ergebnisse in zwei Wochen

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Bedeckt gibt sich das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) am Tag nach der Verhaftung eines Verdächtigen im Fall um das Lokal der Muslimischen Jugend Österreichs (MJÖ).

„Es gilt, die Ergebnisse der Spurensicherung abzuwarten, das wird etwa 14 Tage dauern“, sagte Werner Autericky, Leiter des Bereichs Extremismus im LVT, am Mittwoch auf Anfrage der APA.

Am 11. September hatten Unbekannte auf dem Gehsteig vor dem MJÖ-Lokal in der Märzstraße eine Bombenattrappe deponiert. Darauf war ein Zettel mit dem Text “4. Juli 1926, Weimar“ befestigt. Von einem Handy wurden auch SMS des selben Textes versendet. An diesem Tag fand in Weimar der erste Parteitag der NSDAP nach ihrer Neugründung statt. Dabei wurde auch die Hitler-Jugend ins Leben gerufen. Nicht zuletzt wegen dieses Zusammenhangs hatte man zunächst einen rechtsextremen Hintergrund vermutet.

Der Besitzer des Handys wurde ausgeforscht und Dienstag früh verhaftet. Die Spurensicherung soll nun klären, ob er tatsächlich auch mit der Bombenattrappe in Verbindung gebracht werden kann oder „nur“ die SMS verschickt hat. Zu seiner Person wollte die Polizei nicht mehr sagen, „als was ohnehin schon bekannt ist“: Demnach handelt es sich um einen Mann, der nicht dem rechtsextremen Lager zuzurechnen sei. Er wurde an seiner Wohnadresse in Meidling verhaftet. Für einen islamistischen Hintergrund des Verdächtigen, wie in Medien spekuliert wurde, gab es seitens der Exekutive keine Spekulation.

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