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Blühende Alleskönner für Haus und Garten

Die Alleskönner sind gefühlt immer präsent.
Die Alleskönner sind gefühlt immer präsent.
Das Gartenjahr ist grundsätzlich in Blütenhöhepunkte unterteilt. Doch es gibt so manche Pflanze, die keiner Jahreszeit konkret ­zuzuordnen ist. Diese Gewächse sind gefühlt immer präsent.

Markante Blütenhöhepunkte unterteilen stets das Gartenjahr – und so manche Pflanze überschreitet diese Einteilung. Den Beginn machen die robusten Frühlingsboten. Leuchtend, bunt, duftend stillen sie nach dem langen Winter die Sehnsucht nach Farben und Wärme. Die Pflanzen stecken durchaus schon einmal leichte Fröste weg und sind daher höchst willkommen rund um Haus und Garten. Gegen Ende April folgen dann bunte Sommerblüher in allen Variationen, bis schließlich gedeckte Töne das Jahr ausklingen lassen.

Annelies Kopf, Gärtnerei zum Roten Haus

Heute soll sich alles um Pflanzen drehen, welche die Grenzen zwischen Frühling und Sommer verwischen. Ich vergleiche diese Gewächse gerne mit einem schwarzen Sakko. Zu jeder Gelegenheit ist man damit gut angezogen. Und so vielseitig verwendbar ist auch die nun folgende Pflanzenauswahl.

Jederzeit passend

Die Alleskönner sind keiner Jahreszeit richtig zuzuordnen, jedoch gefühlt immer präsent. So eine Alleskönnerin ist die Prachtkerze. Eigentlich zählt die Gaura, wie ihr wissenschaftlicher Name lautet, zu den ausdauernden Stauden, auch wenn sie nicht überall im Land voll winterhart ist. Im Garten ausgepflanzt, blüht sie vom Juli bis zum Frost.

Durch gärtnerisches Geschick verfrüht, dürfen wir uns schon ab Ostern an ihr erfreuen. Besonders hervorstechend ist die feine Eleganz der Pflanze. An langen Trieben bildet sie unaufhörlich zarte Blüten in Weiß oder Rosa. Die Einzelblüte hält nur kurz, es kommen aber ständig neue nach. Wie kleine Schmetterlinge spielen sie über dem Beet mit dem Wind. Kompaktere Arten wirken weniger filigran. Sie lassen sich wunderbar in Gefäßfüllungen integrieren.

Elfenspiegel

Stetig mehr in Erscheinung tritt der Elfenspiegel (Nemesia). Wie die Gaura blüht die Urform erst ab Juni. Gärtnerisch kultiviert, hat sich der Elfenspiegel in den vergangenen Jahren zu einer robusten Blütenpflanze entwickelt, die uns von Ostern an begeistert. Gut zu verwenden ist sie in großen Töpfen. Zusätzlich gibt es gute Erfahrungen mit Nemesia in Blumenampeln. Die Leuchtkraft ist kaum zu übersehen, wenn man auf eine gleichmäßige Wasserversorgung achtet. Da sie Kalk meidet, kann man ihr mit Regenwasser gutes tun.

Die dritte Pflanze im Bunde ist der Zweizahn, oder auch Goldmarie genannt. Die Namensgebung ist immer etwas schwierig, da die Pflanzen in jeder Region einen anderen Namen tragen. Botanisch ist die Gattung Bidens gemeint. Diese Staude hat sich still und leise unter die Sommerblumen gemischt und ist dort als dauerblühende Bienenweide nicht mehr wegzudenken.

Am Balkon bringt Bidens begehrtes Gelb. Im zarten Rosa und vor allem Weiß ist sie eine der beliebtesten Bienenweiden, und seit einigen Jahren warten die Gärtner mit gelb-orangen Arten mit mehr und weniger Wuchskraft auf.

Nahrung

Wer so viel blüht, braucht auch regelmäßig Nahrung. Daher gut Wasser und mäßig, aber regelmäßig Dünger geben. Der Zweizahn kann mit kalten Temperaturen am wenigsten von den dreien anfangen. Da es in den nächsten Tagen nun endgültig wärmer wird, steht seiner Gartenpräsenz nichts mehr im Wege.

(Gartentipp der NEUE Vorarlberger Tageszeitung)

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