"Bloomsday" in Wien: Marathonlesung aus "Ulysses"

Am "Bloomsday" wird James Joyce' Roman "Ulysses" und dessen Protagonist Leopold Bloom gefeiert - auch in Wien.
Am "Bloomsday" wird James Joyce' Roman "Ulysses" und dessen Protagonist Leopold Bloom gefeiert - auch in Wien. ©Paul Hermans/Commons
Was in Dublin schon eine lange Tradition hat, wird nun auch in Wien gefeiert: Am Donnerstag wird James Joyce' Roman "Ulysses" und dessen Protagonisten Leopold Bloom u. a. mit einer Marathonlesung gedacht.

In Dublin schon lange gefeiert, entwickelt sich der “Bloomsday” langsam auch in Wien zu einer Tradition: Am Donnerstag, den 16. Juni, wird in der Bundeshauptstadt wieder der Feiertag nach James Joyce‘ bedeutendem Roman “Ulysses” und seinem Protagonisten Leopold Bloom begangen. Von 8 Uhr morgens bis 3 Uhr in der Früh wird in der Roten Bar des Club International in Ottakring aus den 18 Kapiteln des Joyce-Romans gelesen.

Zur vollen Stunde wird jeweils ein neues Kapitel aufgeschlagen, wobei sich als Leser Bezirksprominenz angekündigt hat, zumal die Veranstaltung im Rahmen der Ottakringer Bezirksfestwochen stattfindet. Flankiert wird das Projekt zum “Bloomsday” von Werken aus der aktuellen Ausstellung des Malers Josef Machynka zum Thema.

“Bloomsday” auch im Augarten

Neben der Marathonlesung begeht auch der Aktionsradius Augarten den Feiertag gebührend. Am Nachmittag wird in der Volkshochschule Hietzing ab 14 Uhr die Ausstellung “James Joyce in Österreich” gezeigt, die auf Fotografien des Autors in Österreich basiert. Im eigentlichen Aktionsradius am Gaußplatz in Brigittenau folgt dann thematisch passend ab 19 Uhr das Celtic Folk Duo Toni Burger und Ed Gugenberger, das irische Klänge zum Besten gibt, bevor ab 20 Uhr die große “Bloomsday-Revue” startet.

In deren Rahmen feiern Künstler den großen Literaten Joyce: Die bildende Künstlerin Monika Frank kontrastiert Joyce mit ihren gefalteten Bildern von Johannes Mario Simmel. Peter Gold präsentiert sein gescheitertes Videoprojekt “Ulysses”, bei dem er 2004 den Roman in Echtzeit verfilmen wollte. Und Adolf Holl stellt Abschnitte seines jüngsten Werks “Das Adolf Holl Brevier” vor, in dem er das Kapitel Pfingsten den Schriftstellern Rainer Maria Rilke und James Joyce gewidmet hat.

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