"Blood & Honour": Sieben ungarische Neonazis auf Kaffeefahrt in Wien

Die Akademie der Bildenden Künste in Wien wurde wegen der Neonazis zugesperrt
Die Akademie der Bildenden Künste in Wien wurde wegen der Neonazis zugesperrt ©APA
Wien war am Donnerstag die erste Etappe einer Hitler-Gedenktour von ungarischen Neonazis vom Netzwerk "Blood & Honour", die quer durch Österreich und Bayern reisen - und die ist recht unspektakulär ausgefallen. Nach Angaben der Polizei trafen sieben Personen in Wien ein.
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Diese besuchten anschließend die Innenstadt. Sie seien kurz vor Mittag weitergereist. Zwischenfälle habe es keine gegeben.

Gegendemonstranten allein vor der “Bildenden”

Bei der Akademie der Bildenden Künste, deren Besuch zuvor angekündigt worden war, warteten währenddessen rund 30-40 Gegendemonstranten, darunter eine Abordnung der Grünen, vergeblich auf die ungarischen Neonazis. Ein APA-Fotograf beobachtete am frühen Vormittag lediglich einen Kleinbus mit ungarischem Kennzeichen, aus dem eine kleine Gruppe stieg. Die glatzköpfigen Männer betrachteten das Gebäude wenige Minuten lang aus der Ferne und spazierten dann weiter.

Sperre der Akademie der Bildenden Künste

Das Rektorat der Akademie hatte das Gebäude selbst für den Vormittag sperren lassen, wie der “Standard” (Donnerstag) berichtete. Sicherheitsleute standen bei allen Eingängen, auf einem Zettel am Haupteingang wurde auf eine Sperre “wegen Reinigungsarbeiten” verwiesen.

Kaffeefahrt der “Blood & Honour”-Neonazis

Die Tour von “Blood & Honour” vom 13. bis 16. August soll am Donnerstag noch zum Militärmuseum am Sonntagberg (Niederösterreich) und am Abend in die Hitler-Geburtsstadt Braunau am Inn (Oberösterreich) führen. In Deutschland sollen Landshut, Nürnberg, München und Berchtesgaden angesteuert werden.

(apa/red)

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