"Blic": Anschlag auf Justizministerin geplant

In den vergangenen Monaten sollen mehrere Mafia-Gruppen einen Mordanschlag auf die serbische Justizministerin Snezana Malovic geplant haben. Das schrieb die Tageszeitung "Blic" am Freitag.

Einer der Hauptgründe soll ein Gesetz sein, das in Serbien seit diesem Frühjahr die Beschlagnahmung von Eigentum der Organisierten Kriminalität ermöglicht. Die Ministerin selbst wollte sich gegenüber dem Blatt nicht zu den Drohungen äußern, welchen sie ausgesetzt sei.

“Blic” berichtete unter Berufung auf Ermittler, dass sich die Ministerin bei der Mafia auch wegen ihres Einsatzes für eine engere regionale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Kriminalität unbeliebt gemacht habe. Auch soll die Mafia geplant haben, einen Anschlag auf die Ministerin im Jänner bei ihrer Aufnahme in die Entbindungsstation eines Belgrader Krankenhauses zu verüben.

Die Ermittler sind laut dem Blatt auch zur Erkenntnis gekommen, dass Sreten Jocic, der mutmaßliche Hauptorganisator des Mordes an dem kroatischen Journalisten Ivo Pukanic in Zagreb im Vorjahr, eine Mafia-Gruppe mit dem Mord an der Ministerin beauftragt habe. Jocic, der zuletzt in der Familienvilla des früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic wohnte, war im April in Belgrad festgenommen worden.

Einen Monat später wurde in der serbischen Hauptstadt ein früherer Angehöriger der ehemaligen berüchtigten serbischen Sonderpolizeieinheit “Rote Barette”, Zeljko Milovanovic, festgenommen. Bei der Festnahme wurden auch Waffen sichergestellt. Es wird vermutet, dass er einen Überfall auf die Ministerin vorbereitet habe, berichtete das Blatt unter Berufung auf ihre Quelle. Die “Roten Barette” wurde nach dem Mordangriff auf den serbischen Premier Zoran Djindjic im März 2003, an dem auch ihre Mitglieder beteiligt waren, aufgelöst.

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