Bizarre Museen der Welt locken Touristen an

Das Fachmagazin Hotel & Resort Insider stellt die eigenwilligsten Sammlungen der Welt vor - Vom Museum für schlechte Kunst in Boston bis hin zum Toilettenmuseum in Neu-Dehli.

Museale Sammlungen der besonderen Art hat das Hotel & Resort Insider Magazin (www.hotelresortinsider.com) in seiner jüngsten Ausgabe vorgestellt: Einige der bizarrsten Museen mit Ausstellungsstücken, die nicht alltäglich sind, allerdings dennoch zur menschlichen Kultur und Geschichte gehören. Dazu gehört etwa eine Sammlung von Folterwerkzeugen, ein der schlechtesten Kunstwerke der Welt, Kollektionen von Erotik-Objekten und die Geschichte der Toiletten.

Foltermuseum in Prag
Ein Museum, das Besuchern kalte Schauer über den Rücken jagt, ist das Museum für mittelalterliche Folterinstrumente in Prag . Mehr als 60 solcher Geräte – darunter etwa ein Schädelzertrümmerer und Enthauptungswerkzeuge werden hier ausgestellt. Auch die so genannte “Eiserne Jungfrau” – ein hölzerner Hohlkörper, meist in Frauengestalt, der nach gängiger Vorstellung mit nach innen stehenden Nägeln oder Dornen beschlagen war. Der Todeskandidat wurde im Inneren eingeschlossen. Bei der Schließung bohren sich die Spitzen in den Körper. Die Eisennägel waren allerdings so angeordnet, dass sie keine inneren Organe verletzten.

Museum für schlechte Kunst
Eine Erwähnung findet auch das weltweit einzige Museum, das schlechte Kunst in all ihren Formen sammelt, aufbewahrt und ausstellt. Das Museum of Bad Art in Boston wurde von Scott Wilson vor einigen Jahren gegründet. Wilson hatte das Gemälde “Lucy In the Field With Flowers” aus dem Müll geangelt und es wegen seiner Hässlichkeit ins Internet gestellt. Seither haben sich immer mehr Gemälde und Objekte dazugesellt, die zu einem großen Teil aus Abfalleimern geborgen wurden.

Sex und Erotik
Dass Sex und Erotik in Museen zur Schau gestellt werden, ist keine allzu große Besonderheit. Die Sammlung des Pariser Musee de L’Erotisme allerdings schon: In einem siebenstöckigen Gebäude in Montmartre nahe des Place Pigalle findet der Besucher eine riesige Sammlung an erotischen Gegenständen aus aller Welt – darunter Fruchtbarkeitsobjekte aus Asien und Südamerika sowie eine umfangreiche Fotosammlung über die Geschichte der Prostitution in Paris. Das älteste Sexmuseum der Welt befindet sich in der Grachten-Metropole Amsterdam. Der so genannte Venus Tempel wurde 1985 als erstes Museum seiner Art gegründet. Zudem bietet das Museum auch einen Einblick in das sexuelle Treiben im alten Rom und im antiken Griechenland sowie in die viktorianische Zeit. Ausschließlich dem männlichen Geschlechtsorgan gewidmet ist das Phallus-Museum in Husavik, Island. Das Museum sammelt konservierte Penisse von jeder Säugetier-Spezies in Island. Sehr gut vertreten sind hier Exemplare von Meeressäugern. Das Museum beherbergt rund 150 Exponate.

Menschliche Fehlbildungen
Eine Sammlung außergewöhnlicher menschlicher Fehlbildungen kann man im Mütter-Museum in Philadelphia bestaunen. Die Sammlung umfasst insgesamt 2.000 menschliche Organe, darunter auch ein fehlgebildetes Skelett einer Frau, die jahrelang ein Korsett getragen hat. Außergewöhnlich ist auch das Museum of Forensic Medicine in Thailands Hauptstadt Bangkok . Höhepunkt dieser Ausstellung ist der in Paraffin eingelegte nackte Körper des Kinder-Serienkillers und Kannibalen Si-Oui.

Toilettenmuseum
Sicher ungewöhnlich ist auch das Sulabh International Museum of Toilets in Neu-Dehli . Gegründet wurde die Schau der Klosett-Anlagen vom Bindeswa Pathak und soll nicht nur die weltweite Entwicklung und Geschichte der stillen Örtchen dokumentieren, sondern auch darauf hinweisen, dass es Millionen Menschen gibt, die ohne sanitäre Einrichtungen leben müssen. Selbst in Indien lebt ein Großteil der Bevölkerung ohne saubere Toiletten.

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