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Birgit Hebein: Spitzenkandidatin der Grünen im Porträt

Birgit Hebein ist die Spitzenkandidatin der Grünen bei der Wien-Wahl 2020.
Birgit Hebein ist die Spitzenkandidatin der Grünen bei der Wien-Wahl 2020. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Die frühere Sozialarbeiterin und jetzige Verkehrsstadträtin Birgit Hebein (53) geht für die Grünen erstmals als Spitzenkandidatin bei der Wien-Wahl ins Rennen.

Birgit Hebein ist seit 2019 Vizebürgermeisterin und Ressortchefin und hat seither, wie schon ihre Vorgängerin Maria Vassilakou, mit einigen Initiativen vor allem im Verkehrsbereich für Aufregung gesorgt.

Birgit Hebein eckt mit Konzepten in Wien an

Schaffte es die gebürtige Kärntnerin im vorigen Sommer - kurz nach Antritt ihrer neuen Funktion - noch, mittels schnell aus dem Boden gestampfter Feel-Good-Aktionen wie den "Coolen Straßen" fast ausschließlich Pluspunkte in der Öffentlichkeit zu sammeln, erhitzten jüngere Projekte wie die Pop-up-Radwege oder die temporären Begegnungszonen die Gemüter schon deutlich mehr.

Es dauerte nicht allzu lange, bis ihr vor allem ÖVP und FPÖ - wie schon Vassilakou - regelmäßig "Autofahrerschikanen" vorwarfen. Aber auch die SPÖ bis hin zu Bürgermeister Michael Ludwig kann mit der Tatkraft Hebeins nicht immer etwas anfangen. Jüngstes Beispiel dafür ist das City-Verkehrskonzept, das immer noch auf ein Okay des Stadtchefs wartet.

Politischer Werdegang

Hebein, seit 2018 auch offiziell Parteichefin - die Funktion gab es vorher bei den Wiener Grünen nicht - sitzt seit 2010 im Gemeinderat und war dort jahrelang Sozialsprecherin. Bald galt sie - anders als ihre zuweilen in sehr getragener Stimmlage vorgebrachten Reden vermuten ließen - als harte Verhandlerin, wenn es etwa um das Thema Mindestsicherung ging. Wohl nicht zuletzt deshalb hat Bundeschef Werner Kogler seine Parteifreundin in das Kernverhandlungsteam berufen, als es Ende 2019 darum ging, einen Koalitionspakt mit der ÖVP auszudealen.

Vor ihrem Einzug in das Stadtparlament war Hebein Bezirksrätin und Klubobfrau in Rudolfsheim-Fünfhaus. Außerdem engagierte sie sich von 2000 bis 2002 bei der Grünen Gewerkschaft AUGE. Vor ihrer politischen Karriere arbeitete die diplomierte Sozialarbeiterin unter anderem im Bahnhofssozialdienst der Caritas Wien und bei der Arbeitsgemeinschaft für Wehrdienstverweigerung.

Ihren beruflichen Anfängen ist Hebein inhaltlich auch in ihrem politischen Leben treu geblieben. Armutsbekämpfung und soziale Gerechtigkeit waren ihre thematischen Steckenpferde als Abgeordnete. Seit der Übernahme des Verkehrs- und Stadtplanungsressorts versucht sie den Brückenschlag zwischen sozialer Frage und Klimaschutz. War Vassilakou in Sachen Smalltalk eher zurückhaltend, scheint Hebein - eventuell auch wegen ihres ursprünglichen Berufs - im Umgang mit Bürgern deutlich entspannter zu sein. Dafür wirkten ihre ersten Auftritte an der Front der Grünen anfangs etwas holprig und zaghaft. Inzwischen geht Hebein routiniert mit dem Rampenlicht um.

Die grüne Spitzenkandidatin wurde am 13. Jänner 1967 in Villach geboren. Ihre Jugend verbrachte die Tochter eines Maurers und einer Hausfrau in einem kleinen Dorf in Kärnten. Nicht allzu verwunderlich also, dass sie auch den Traktorführerschein vorweisen kann. Heute lebt sie mit ihren beiden Kindern im 15. Bezirk. Bei ihrer Antrittspressekonferenz als Vassilakou-Nachfolgerin stellte sie klar: "Ja natürlich mache ich linke Politik - was denn sonst?" Cannabis hat sich schon einmal geraucht. "Aber ich vertrage es nicht", verriet sie der "Kronen Zeitung" einmal. Ein Suchtverhalten legte sie dabei dennoch offen: "Ich tarockiere gerne, wenn möglich, die ganze Nacht."

Persönlicher Steckbrief von Birgit Hebein

Persönlicher Steckbrief von Vizebürgermeisterin, Verkehrs- und Planungsstadträtin Birgit Hebein, die am 11. Oktober zum ersten Mal für die Grünen als Spitzenkandidatin bei der Wien-Wahl antritt:

  • Name: Birgit Hebein
  • Geburtsdatum: 13. Jänner 1967 (53 Jahre)
  • Wohnbezirk: Rudolfsheim-Fünfhaus
  • Familienstand: Mutter von zwei Söhnen
  • Erlernter Beruf: Diplomierte Sozialarbeiterin
  • Initialzündung für politisches Engagement: Mein Großvater
  • Hobbys: Holzhacken
  • Lieblingsgetränk: Bei dieser Hitze Wasser und ein kühles Bier bei einem gemütlichen Abend mit Familie und FreundInnen
  • Lieblingsbuch/ -autorIn: "Eleni" von Nicolas Gage und "Engel des Vergessens" von Maja Haderlap
  • Lieblingsband/ -musikerIn: Von Underground bis Widerstandslieder
  • Lieblingsfilm/ -serie: Peaky Blinders
  • Meine beste Eigenschaft: Wenn mir etwas wichtig ist, dann kämpfe ich dafür
  • Meine schlechteste Angewohnheit: Lieder am Akkordeon üben, wenn die Kinder zu Hause sind
  • Größter Erfolg: Die vier B's: Mehr Bäume, Brunnen, Bankerl und Begegnungsorte in Wien geschaffen zu haben
  • Größter Misserfolg: Wo gehandelt wird, können Fehler passieren. Wichtig ist, daraus etwas zu lernen
  • Ein prägender Moment im "Lockdown": Mit den temporären Begegnungszonen Platz geschaffen zu haben für die vielen Menschen, die in Wien in oft engen Wohnungen bleiben mussten
  • Wien in 3 Worten: leiwand, lässig, liebenswert
  • Lieblingsausdruck auf Wienerisch: Geht ned, gibt's ned!
  • Politischer Werdegang: Bezirksrätin und Klubobfrau in Rudolfsheim-Fünfhaus, Gemeinderatsabgeordnete/Sozialsprecherin, Vizebürgermeisterin und Stadträtin

(APA/Red)

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