Birdland: Letzte Frist für den Kult-Jazzclub

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Die Uhr für das insolvente Wiener Jazzlokal Birdland tickt nun immer lauter: Wenn sich in den kommenden zwei Wochen kein Betreiber für den von Joe Zawinul mitbegründeten Club finde, sei das Birdland Geschichte, stellte Masseverwalter Daniel Lampersberger klar.

Die Frist ist begrenzt mit Ende Oktober. Ganz gestorben ist die Hoffnung allerdings nicht, da sich ein neuer Interessent gemeldet habe, mit dem man derzeit noch verhandle. “Wenn das Birdland weiterleben soll, dann mit diesem einen Investor”, so Lampersberger. Dieser könnte dann gegebenenfalls auch den Zwangsausgleich finanzieren. Mit einer gewissen Unterstützung müsse sich aber auch in diesem Falle die öffentliche Hand beteiligen: “Ohne Subventionen ist das Birdland auf keinen Fall kostendeckend zu betreiben.”

Bis Ende Oktober würden die Vermieter noch abwarten. Dann müsse jedoch eine gänzlich andere Lösung für die Lokalität gefunden werden, wofür es ebenfalls bereits ein paar Interessenten gebe.

Auch Birdland-Geschäftsführer Karl Resch arbeitet noch an der Rettung des Jazzclubs: “Die Hoffnung stirbt zuletzt.” Das Kapitel sei für ihn noch nicht abgeschlossen: “Wir versuchen natürlich alles, um das Birdland weiterzuführen.”

Das Konkursverfahren über das Unternehmen war am 11. August eröffnet worden. Ende August hatte das Handelsgericht dann dem Antrag des Masseverwalters auf sofortige Schließung stattgegeben, der sich aufgrund der monatlichen Fixkosten von 35.000 Euro zu diesem Schritt gezwungen sah.

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