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"Bimbo" Binder - Ein Star des Wiener Fußballs

In der langen Geschichte des Wiener Fußballs gab es nur einen Spieler, der mit einem Schuss ein Tor zerfetzte.

Das Wiener Stadt- und Landesarchiv bringt eine Serie von elf Biographien zu berühmten Persönlichkeiten des Wiener Fußballs zwischen 1920 und 1965:

Obwohl das vor wenigen Tagen zu Ende gegangene große Sportereignis viel Spannendes zu bieten hatte, das konnten die Fans dabei nicht erleben: ein durch einen Schuss zerfetztes Tor. Das hat auch in der langen Geschichte des Wiener Fußballs nur ein Spieler zustande gebracht, nämlich Franz “Bimbo” Binder (1. 12. 1911 – 24. 4. 1989).

Der baumlange und etwas schlaksige “schwarze Husar aus St. Pölten” war berühmt und gefürchtet für seine gewaltigen und präzisen Freistöße aus großen Distanzen, die gemeinhin als “Kanonen” bezeichnet wurden. 1939 widerfuhr ihm in diesem Zusammenhang eine wohl einzigartige Ehrung: Die Münchner Bayern überreichten ihm ein zerrissenes Tornetz, das er während des Spiels mit einem seiner Gewaltschüsse zerfetzt hatte.

Franz “Bimbo” Binder hat auch maßgeblich dazu beigetragen, dass seine Rapid 1941 die deutsche Fußballmeisterschaft gewonnen hat. Am 22. Juni 1941, dem Tag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion, findet im Berliner Olympiastadion vor 100.000 Zusehern das Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft statt: Rapid Wien, im Vorjahr Gewinner des deutschen Pokals, trifft auf den Renommierklub der Nationalsozialisten, Schalke 04. Die Gelsenkirchener gehen schnell mit 2:0 in Führung, die sie unmittelbar nach der Pause durch ein weiteres Tor ausbauen. Rapid aber reagierte auf diese Situation, wie die Zeitschrift Kicker erstaunt registrieren sollte, mit der “Klugheit der nüchternen Vernunft”. Georg Schors erzielt den Anschlusstreffer, und dann schlägt die große Stunde des Franz “Bimbo” Binder. Binnen zehn Minuten, knapp vor Einsetzen der so genannten “Rapidviertelstunde”, erzielt er den Hattrick, zwei Tore aus Freistößen, eines aus einem Elfmeter – Rapid ist deutscher Meister.

Ein persönlich von Franz “Bimbo” Binder zusammengestelltes Heft mit Zeitungsausschnitten zu seiner Laufbahn ist derzeit als Leihgabe im Wiener Stadt- und Landesarchiv ausgestellt. Die dortige Spezialausstellung “11 Biographien” ist Teil der gemeinsam mit der Wienbibliothek im Rathaus konzipierten Ausstellung “Die Eleganz des runden Leders – Wiener Fußball 1920- 1965”. Sie ist im Foyer des Wiener Stadt- und Landesarchivs im Gasometer D in Simmering (Zugang über Gasometer A) Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr zu besichtigen, der Eintritt ist frei.

“11 Biographien”
Die Eleganz des runden Leders – Wiener Fußball 1920-1965
Ausstellung im Foyer des Wiener Stadt- und Landesarchivs
Simmering, Gasometer D (Zugang über Gasometer A)
Kurator: Wolfgang Maderthaner
Ausstellungsdauer: bis 26. September 2008

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