Bildungsplattform für mehr Leistung an Schulen neu belebt

Mehr Leistung an Schulen gefordert.
Mehr Leistung an Schulen gefordert. ©APA
Vor zehn Jahren wurde die "Bildungsplattform Leistung & Vielfalt" gegründet. Nun wurde diese neu belebt.

Vor zehn Jahren wurde als Gegenpol zu Hannes Androschs Bildungsvolksbegehren die "Bildungsplattform Leistung & Vielfalt" gegründet. Seit mehreren Jahren war es allerdings ruhig um die Gruppe geworden, die sich für mehr Leistungsbereitschaft an den Schulen und gegen eine Gesamtschule einsetzt. Nun wurde sie offiziell "neu belebt", wie die Proponenten um die Sprecherin der AHS-Direktoren, Isabella Zins, am Freitag in einer Aussendung mitgeteilt haben.

Druck auf Benotung erneut gestiegen

Anlass der "Wiederbelebung" ist der immer stärkere Zuzug zu den Gymnasien in den Ballungsräumen. Der coronabedingte Aufruf von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP), bei der Beurteilung der Schüler Milde walten zu lassen, habe den ohnehin schon starken Zug zur AHS weiter verstärkt und Volksschullehrer noch stärker unter den Druck der Eltern gebracht, ihre Kinder ausschließlich mit "Sehr gut" zu beurteilen.

Stärken der Kinder sollen durch Testung ermittelt werden

"So kommen immer mehr Kinder in die AHS, die durch diese Schulart überfordert sind. Sie taumeln von Misserfolg zu Misserfolg und verlieren nach und nach das positive Gefühl zur eigenen Leistung, zweifeln an sich selbst, weil ihnen die Befriedigung durch Erfolg versagt bleibt", so die Warnung von Zins und ihren Mitstreitern wie BHS-Direktorensprecher Franz Reithuber und dem früheren AHS-Direktor und nunmehrigen Leiter der Salzburger Bildungsregion Nord, F. Gunter Bittner. Die Vertreter der Plattform plädieren stattdessen dafür, die Stärken der Kinder durch eine professionelle Testung zu ermitteln und so den Eltern dabei zu helfen, die für ihr Kind geeignetste Schule zu finden.

Das differenzierte österreichische Bildungssystem biete bis jetzt für alle Begabungen, Interessen und Neigungen ein adäquates Angebot, wird in der Aussendung betont. "Und es ist durchlässig, wenn eine Entscheidung, die zunächst die richtige für einen jungen Menschen war, später zu korrigieren ist." Immerhin sei es auch möglich, während der Sekundarstufe 1 (Mittelschule, AHS-Unterstufe) bzw. nach der achten Schulstufe auf eine andere Schulart umzusteigen.

(APA/Red)

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