"Bierwirt" soll Frau in Wien-Brigittenau erschossen haben

Nach der Bluttat in Wien-Brigittenau wurde angeblich der "Bierwirt" festgenommen.
Nach der Bluttat in Wien-Brigittenau wurde angeblich der "Bierwirt" festgenommen. ©APA/HERBERT NEUBAUER/GEORG HOCHMUTH
Bei jenem Mann, der am Donnerstag in Wien-Brigittenau seine Ex-Partnerin mit einem Kopfschuss getötet haben soll, soll es sich um den "Bierwirt" handeln, der die Grüne Klubobfrau Sigrid Maurer klagte.
Mordalarm in Wiener Gemeindebau

Im Zusammenhang mit der Tötung einer 35-Jährigen in Wien-Brigittenau Donnerstagabend soll der "Bierwirt", der es zu einiger unrühmlicher Berühmtheit brachte, indem er einen Rechtsstreit mit der Grünen Klubobfrau Sigrid Maurer anzettelte, festgenommen worden sein.

Mehrere Medien berichteten darüber, eine Bestätigung vonseiten der Polizei gab es nicht. Der APA liegen allerdings Informationen vor, dass es sich bei ihm um den Tatverdächtigen handelt.

Bluttat in Wiener Gemeindebau: Angeblich "Bierwirt" festgenommen

Medial bekannt wurde der "Bierwirt", als er die Grüne Klubobfrau Maurer klagte, nachdem sie ihn beschuldigt hatte, ihr Ende Mai 2018 via Facebook obszöne Privatnachrichten geschickt zu haben. Maurer veröffentlichte über ihren Twitter-Account einen Screenshot der Botschaften mit eindeutig sexuell anzüglichen Inhalten. "Hallo, du bist heute bei mir beim Geschäft vorbeigegangen und hast meinen Schwanz angeguckt als wolltest du ihn essen." Nach zwölf Minuten folgte eine weitere Nachricht, in der die Politikerin als "dreckige kleine Bitch" bezeichnet wurde.

Maurer beschuldigte den 42-Jährigen, die Nachrichten an sie verschickt zu haben, was dieser stets bestritt. Zuletzt hatte der Betreiber des Biershops behauptet, die Nachrichten habe ein gewisser "Willi" am PC in seinem Lokal verfasst, er sei dafür nicht verantwortlich. Nach mehreren Verhandlungen zog der Mann die Klage jedoch zurück.

42-Jähriger zuletzt wegen Nötigung vor Gericht

Zuletzt hätte sich der 42-Jährige wegen Nötigung vor dem Straflandesgericht verantworten müssen. Allerdings wurde der Prozess Anfang April vertagt, da sich der Wahlverteidiger des Wirts nicht vorbereiten konnte. Dabei ging es um einen Streit zwischen dem 42-Jährigen und einem Passanten am 24. September 2020. Der 63-Jährige soll vom angeblich angetrunkenen Gastronomen zum Weggehen aufgefordert worden sein. Als er der Anweisung nicht nachkam, soll der Wirt ihn mit einem als Taschenlampe getarnten Elektroschocker - einer verbotenen Waffe - bedroht haben.

(APA/Red)

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